Anmerkungen zu Bestellvorgang der MS-Bauteile in der prae-PayPal-Ära, sowie Kommentare zum Zusammenlöten und Herstellen des Kabelbaums samt Steckern.

Bestellung der MS-Elektronik
PCBs , Bauteile
Zusammenbau-Löten
Modifikationen
Stimulator
MegaSquirt
MegaView
Relaisboard
Kabel
Kabel MegaSquirt - Relaisboard
PCBs
Bestellung der MS-Elektronik:
PCBs:
Es gab mehrere Gründe warum ich seinerzeit (2003) das Projekt MegaSquirt nicht alleine machen wollte; z.B. wegenb der hohen Transaktionskosten in die USA. Al nahm nur Scheck oder Bargeld. Überweisungen auf (s)ein Konto verkomplizieren die Bearbeitung der Bestellungen ungemein und waren daher unerwünscht.
Für dieses Groupbuy konnte ich die 510€ (Devisenbriefkurs) mittels Auslandserlagschein um ~16€ überweisen. Normale Banktransaktionen komen auf 22 bis 25€.
Dass ein Brief mit soviel Bargeld ungeeignet ist, versteht sich wohl von selbst.
Eine Variante wäre noch eine Transaktion mit 'Western Union' gewesen. Da ist das Geld angeblich in 2 bis 3 Stunden beim Empfänger, kostet aber mind so um die 25€.

Bauteile:
Üblich war eine Bestellung bei digi-key, da dafür die BOMs (bills of material) schon zugeschnitten sind. Inzwischen gibt es auch eine deutschsprachige  digi-key-Seite, die Bestellungen werden aber trotzdem in den USA abgewickelt, was hohe Fixkosten ergibt. Dazu können auch noch Zollabgaben kommen! An einem Besuch des Elektronik-Nahversorgers kommt man nicht herum da manche Bauteile entweder nicht lieferbar sind oder nur in großen Mindeststückzahlen. riedl elektronic, der Elektronik-Händler meines Vertrauens hier in Graz machte mir ein gutes Angebot - und hatte so gut wie alles im Programm, wenn auch nicht immer lagernd. Fast 2 Arbeitstage stand ich im Geschäft bis alles einsortiert war. Auch bei den folgenden Groupbuys mußte ich immer jedes Teilchen nachkontrollieren - eine zeitraubend öde Tätigkeit.
Wer also nicht auf den letzten Cent achten muß, soll einfach bei digi-key oder Glen's Garage (one stop shop) oder neueren Mitbewerbern bestellen. Nett wäre es, wenn du im megasquirt.de-Forum fragst, ob nicht andere gleich mitbestellen wollen.
Klassische deutsche Elektronik-Versandhändler sind sicher nicht billiger, aber der Zeitaufwand für die Suchereien bleibt.

Zusammenbau - Löten:
Ein Spezialgebiet von mir ist das Arbeiten mit bescheidensten Mitteln.
Mein Lötkolben ist für das Zusammenlöten von MS & Co wohl etwas grob, aber möglich. Das Lötfett war ein Geschenk meiner Großmutter (war bei meinem 1. Lötset dabei) Anfang der 80er Jahre und sollte auch aus Sentimentalitätsgründen nicht für MS verwendet werden. Auch die Lötzinnreste waren aus Verlassenschaft bzw Kindheit. Hier lohnt es sich sicher ein gutes Flussmittel und geeignetes Lötzinn zu kaufen. Die unnötige(!) Fehlersucherei kann man sich dann ersparen. Alle Board-Layouts reagieren sehr empfindlich auf Flussmittelreste - also ist der 1. Schritt bei der Problemsuche zu Zahnbürste und Alkohol (oder Spezialreinigungsflüssigkeit). Ich habe die Reinigung immer mit Brennspiritus gemacht.

Gute Dienste hat mir mein (geschenkter) 'Leatherman Tool' erwiesen. Vorher kaum benützt, aber diese Spitzzange ist für Elektronikbasteleien ausgezeichnet! MS war der Grund mir einen Dremel mit flexibler Welle zu kaufen. Damit kann man gut kleine Löcher bohren, bzw mit den Schleifstein(ch)en auch Ecken und Kanten im Gehäuse bzw Ansaugtrakt etc bearbeiten.

Für MegaSquirt und Stimulator gibt es Deutsche Übersetzungen. Wer diese Schritt für Schritt befolgt, sollte eigentlich gut ans Ziel kommen. Das englische Original wird dauernd etwas verbessert und erweitert, d.h. auch dieses durchlesen, insbesonders wenn du Probleme hast!! Für Anfänger gibt ein sehr gutes Dokument (deploy_guide_DRAFT_040302.pdf, ~1,1MB). Aber Achtung: Dabei wird eine etwas ältere Version von MSI (V1.01) verwendet, so habe ich zuerst den MAP-Sensor falsch eingelötet!
Noch erwähnen möchte ich, dass ich noch nie so komplizierte und umfangreiche Lötarbeiten gemacht habe. Bis jetzt lötete ich höchstens Dioden und Kohlen bei der Lichtmaschine oder 3 bis 4 Widerstände mit einem Transistor oder Temperaturfühler zusammen.


Modifikationen:
Ein weiteres Spezialgebiet von mir ist, dass ich Dinge gerne für meine Zwecke abändere. So auch bei diesem Projekt.

Allgemein:
Da ich immer wieder las, dass Leute Kondensatoren, Dioden,... falsch herum einlöteten- und dann ewig suchten -  markierte ich alle diesbezüglich kritischen Bauteile an der (+)-Seite mit einem alten, roten Nagellack. Das gleiche auch in der Nähe der Löcher wo diese (+)-Enden reinsollen - natürlich so dass der Lack nicht den Kontakt störte. Mit diesem uncoolen Trick konnte ich diese beliebten Fehlerquellen erfolgreich ausschalten.


Stimulator:
Ich verwendete nicht die digi-key Potis sondern ganz gewöhnliche mit sechseckigen Steckachsen. Leider war dann die Beschriftung am Board nur mehr schlecht zu lesen. Da ich den Stimulator auch als Diagnose-Tool im Auto mitaufbewahre sollen die Bauteile gut geschützt sein, auch die Achsen werden so besser geführt/gestützt.
Dazu musst du dir 3 bis 4 Stellen für Ø3mm Löcher suchen. Nicht ganz leicht, denn man will ja keine Leiterbahn kaputt machen!
Am Besten legst du gleich eine einfache Hartpapierbastelplatine unter damit die Löcher schön fluchten. Ob du auch einen Platz für eine 9V-Batterie aussparst, ist Geschmacksache. Da auch eine volle Batterie nur einige Minuten Test verkraftet, ist es besser eine andere schwach abgesicherte Stromquelle zu nutzen. Ich habe mein 'Erster -Stock-Hilfsboard' so geplant, dass sich dieses großflächig auf der DB37-Buchse abstützt. Die anderen Stützen sind sechseckige 10mm lange Abstandhalter. Die Schraubenenden auf der Unterseite kannst/sollst du zum Schutz/Isolierung der freien Kontakte/Leiterbahnen verwenden. Nicht notwendig wenn du immer auf einer penibel aufgeräumten nichtleitenden Oberfläche arbeitest.:) Ich habe ein beschichtetes Stück Karton/Pappe verwendet, eleganter ist den Rest der Hartpapierplatine anzupassen.
Leider ist das Stimulator-Platinen-Layout nicht deckend mit dem 1/10-Zoll-Raster der Bastelplatine was das Bohren der Poti-Durchgänge etwas diffizil macht. Die Drehachsen/-knöpfe der Potis müssen etwas gekürzt und 'sechseckig' angespitzt werden. Die Unterkanten der Potis sollten 2 bis 4mm über der Schablone sein, sind sie so knapp wie bei mir, fällt das Drehen schwer.
Da die Potis nicht direkt pin-kompatibel sind, muß der hintere Fuß (Gehäuse) nach vorne geführt werden. Dazu ein Reststück von einem Widerstand, LED,... nehmen und etwa 2mm im rechten Winkel abbiegen und an der Unterseite des Potis anlöten. Draht soll etwas vorspringen, die Rückseite mit den beiden anderen Kontakten eine Flucht bilden.Die beiden äusseren flachen Enden werden abgezwickt, da das Stimboard-Layout nur für zarte runde Drähte, nicht aber
für diese breitgequetschten Fusserln geeignet ist. Das hintere Haxerl ließ ich als Stabilisator und bohrte je ein 1mm Loch in die Platine. Siehe die kl. schwarzen Kreuze in den Bildern oben.
ACHTUNG: Beim Poti für TPS läuft hier eine Leiterbahn vorbei --> Bohrung weiter nach hinten versetzten und Poti-Fuß kröpfen!

Ich glaube der finanzielle Aufwand Potis wie sie das Layout vorsieht zu verwenden ist geringer als die Adaptierungsarbeiten. Das Hilfsboard mit dem Ausdruck kannst du trotzdem verwenden, da sich die Achsen an exakt den gleichen Stellen befindet.
Vergiss nicht auch die LEDs entsprechend weit heraussen anzulöten und zumindest eine Leitung abzuisolieren. Damit sie nicht mal unabsichtlich hineingequetscht werden habe ich je ein kl. Stück Silikon/Plastik-Schlauch als 'Abstandshalter' eingesetzt.
Die Maske zum Ausdrucken kannst du hier downloaden, mit breitem Klebeband o. ä. wird die Schablone etwas wasser- und schmutzabweisend.

Meistens geht es sich nicht aus, dass man die Blechverkleidung der DB37-Buchse mit den mitgelieferten Schrauberln befestigen kann. Es geht theoretisch auch ohne. Oder du bohrst/feilst das Gewinde der kleinen Winkelchen etwas aus, dann kannst du die Metallverkleidung mit 2 kleinen Blindnieten fixieren.

Stimulator fertig (mit Schablone)

angenietete Blechverkleidung von DB37-uchse


MegaSquirt:
Bei der MegaSquirt-Platine achtete ich darauf, dass ich die Beschriftungen der Bauteile und die Kennzeichnungen von B&G auch nach dem Löten noch lesen konnte bzw die großen Bauteile nicht irgendwann einmal durch Vibrationen unauffällig zu Bruch gehen. Dazu sollen diese nach Möglichkeit so am Board anliegen, dass sie mit einem Tropfen Silikon (kein Acetat aus dem Sanitärbereich!) angeklebt werden. Gegen normalen Heisskleber ist auch nichts einzuwenden, bedenke nur, dass dieser schon bei 'niedrigen' Temperaturen wieder weich wird. Wie heiss wird es sommers in deinem Auto?
Bei den Sockeln für die Chips/ICs verwendete ich für die folgenden Groupbuys immer die teureren. Wie ich nachher erfuhr sind diese nicht so geeignet, da man die Bausteine nur einige wenige Male aus- und einbauen darf/soll. Die billigen sind robuster! Wenn dein MS zuverlässig läuft, empfiehlt es sich an 2 diagonal gegenüberliegenden Pins je einen Lötpunkt zu setzen. Damit kannst du verhindern, dass sich die Chips im Laufe der Zeit losrütteln - ein späteres Ausöten ist aber dennoch zerstörungsfrei möglich.

Beim Öffnen des Gehäuses kann es lästig sein wenn man jedesmal die Wärmebrücken der Transistoren (für die Einspritzdüsen) Q2 und Q7 abschrauben muß. Abhilfe könnte entweder ein Alu/Cu-Blechstreifen über die ganze Breite sein oder so wie ich das gemacht habe. Ich verwendete die Kühlbleche eines kaputten PC-Trafos. Die Finger bog ich so, dass sie den Deckel des Gehäuses gut berühren bzw die Frontplatte (Wärmeübergang!).

Für öfters mal zu erwartende Überbrückungen lötete ich immer je 2 Elemente von einer Stiftleiste ein und setzte einen Jumper (wie sie auch bei PC Komponenten verwendet werden). Bei mir sind das H1(Boot-Mode), Überbrückung von D8 (wenn sauberes Drehzahlsignal) und Verbindung zw. XG1 und XG2 (wenn sauberes Drehzahlsignal; jedenfalls notwendig für Stimulatorbetrieb!)

Da ich für meine Installation ev. 2 MS-Platinen brauche (oder sonst ist die Reserve immer griffbereit) habe ich beide in ein etwas höheres Gehäuse eingebaut. Dazwischen ist eine kleine Trennplatte für die bessere Wärmeabfuhr von Q2 und Q7.  Der Silikonschlauch wird mit einem T-Stück zusammengeführt und mündet an ein Durchgangsstück (Modellbauartikel) an der Frontplatte. Dieses Durchgangsstück empfehle ich sehr, denn Zug/Biegebelastungen sind keine Freude für den MAP-Sensor.



MegaView:
Die meist gestellten Fragen betreffen das Display. Man kann jedes mind. 2 zeilige Display verwenden. Voraussetzung ist, dass der Controller Hitachi HD44780 kompatibel ist. Du kannst auch weniger als 20Zeichen verwenden, dann ist die Verweil- und Lesedauer aber kürzer! Hat dein Display mehr als 20 Zeichen werden diese einfach ignoriert. Kannst du den Code etwas manipulieren sind auch diese Felder ansprechbar. Hat dein Display mehr als 2 Zeilen bleiben diese ebenfalls finster. Am einfachsten ist es wenn die Anschlüsse ebenso seitlich angeordnet sind wie beim Noritake VFD. Da mein LCD den Spannungsregler LM7805 mit etwa 1A belastet, habe ich einen stärkeren für 2A genommen. Dieser hat das gleiche TO220-Gehäuse (pinkompatibel). Die Wärme muß aber trotzdem abgeführt werden, deshalb ist ein Kühlkörper notwendig! Ich habe in die 3 Löcher ein Stück Stiftleiste eingelötet --> Kühlkörper ist leicht mit dem Spannungsregler abziehbar.



Relaisboard:
Ich verwende nicht das empfohlene Alugehäuse, sondern ein billiges schwarzes Plastikgehäuse mit grauem Deckel. Da es deutlich länger als die Platine ist, verschwindet auch ein Gutteil der metallisierten (Abschirmung!) DB37-Buchse. Netterweise hatte der geschlachtete Suzuki Swift ein passendes Stecker-Präservativ das die Sache mehr 'automotive looking' macht.
Die Verbindung zu MS sind 2 abgeschirmte 8-polige Kabel zu je 0,57mm2 Querschnitt. Je Signal ein Kabel. Nur für die Einspritzdüsen habe ich 2 zusammengefasst. Das Massekabel für die Sensoren ist extra (ein Feature des Relaisboardes). Die 'richtige' Masse sind 2 fettere Kabel die aussen mitlaufen. In regelmäßigen Abständen habe ich die Kabel mit breitem Klebeband umwickelt,  im Anfangs- und Enbereich auch noch zusätzlich Kabelbinder.
Um einen Großteil des Kabelbaums auch unterwegs einfach testen zu können, habe ich im Relaisboard einen Anschluss für den Stimulator gemacht. Wichtig ist nur das Tach-Signal um auch am Stand den laufenden Motor simulieren zu können. In diesem Fall soll das eigentliche Datenkabel (von Zündspule, Induktionsgeber...) abgezogen werden! Weil kaum Mehrarbeit habe ich auch noch noch andere Sensoren (MAT, CLT) herausgeführt.



Kabel:
Bei der Standard-MS-Installation werden die einzelnen Kabel direkt mit den Sensoren (TPS, Lambda, Temp.) und Aktoren (FIdle, Einspritzdüsen) verbunden. Ich habe aber auch das Relaisboard eingebaut das alle Kabeln im Motorraum 'sammelt' und durch den dicken Kabelstrang mit MS verbindet.
Zumindest die Kabel für die Einspritzdüsen und die/das Massekabel sollen ausreichend dick sein. Hier die Querschnitte lt. Manual in SI-Einheiten:
Einspritzdüsen, Massekabel: '14 gauge' (=1,94-2,04mm2) bis '12gauge' (=3,08-3,29mm2)
Datenkabeln: '20gauge' (=0,51-0,61mm2) bis '18 gauge' (=0,81-0,96mm2).
Bedenke dass der Kabelbaum sehr fett wird (und womöglich gar nicht mehr in die Stecker-Abdeckung (der Haube) passt! Wenn du hier maßlos überdimensionierst hast du einen bockigen dicken Schlauch der sich nur schlecht in Motor- bzw Fahrzeugraum verlegen lässt, bzw durch seine Behäbigkeit dann an den Enden (Stecker, Lötverbindungen) fehleranfälliger sein kann als ein schlanker, flexibler Strang.
Achte darauf, dass der DB37 (oder die Stecker am anderen Ende des Kabels) durch das Loch zw Fahrgastzelle und Motorraum gefädelt werden können. Nicht auszudenken wenn einmal für eine Reparatur oder Erweiterung des Projekts das Kabel nicht mehr zerstörungsfrei ausgebaut werden kann!


Kabel MegaSquirt---Relaisboard:
Verwendest du auch das Relaisboard achte auf die exakte Länge des Verbindungskabels. Da vermutlich beide Gehäuse in ihrer Lage begrenzt verschieblich sind, hast du wenig Spiel zum Ausgleichen. Das fällt besonders auf wenn das Kabel sauber in Ecken verlegt wird. Vielleicht findet sich irgendwo ein Bereich wo du einen kleinen Umweg oder gar eine Schleife als 'Längenpuffer' einbauen kannst. Es ist nämlich schwer die exakte Länge vorher genau herauszumessen, da z.B. die Biegeradien manchmal größer sind als gewünscht.

Der wichtigste Punkt bei der Verwendung des Relaisboards ist, dass der allgemeine 'Schaltplan' nicht ganz passt! Die Masse der Sensoren wird in einem extra Kabel zu MS geführt. D.h. Die Massekabeln von den beiden Temperatursensoren, dem TPS (nicht aber der Lmbda-Sonde - falls vorhanden) werden extra am Terminal-Block des Relaisboards angeschraubt (Pin 14, 17 und 19). Das Layout des PCBs verbindet sie und führt sie am DB37-Ausgang zu Pin19. Das soll elektrotechnisch 'sauberer' und eleganter sein. Studiere jedenfalls den Schaltplan des Relaisboards. Ungeübte wie ich helfen sich indem sie die einzelnen/gemeinsamen Linien am Schaltplan entsprechend bunt anmalen.

Wieder zurück zum Kabel selbst:
Die Pins 1, 2,3...18 stehen für die 'allgemeine' Masse zur Verfügung. Ich habe an je 3 'beliebigen' Pins 2 dicke Kabeln
angelötet. Beim Vergrößern der Bilder (v. oben) kannst du vielleicht die 'Gabeln' erkennen; habe jedes der dicken schwarzen  Kabeln zu je 3 Leitungen aufgespleisst.
Pin 19 ist der Masse der Sensoren vorbehalten, d.h. muß auch extra verbunden sein!
Die Pins 20, 21...37 sind auch zu verbinden, bis auf Pin25, 27, 29 und 37. Ob deine Einspritzdüsen(bänke) jeweils 2 Pins brauchen (32+33, 34+35) mußt du selbst entscheiden. Mein Elektronik-Händler meint, dass jeder DB37-Kontakt 3A aushalten würde. Da meine Kabeln etwas dünn sind, habe ich den Einspritzdüsenbänken je 2 Kabel gegönnt.

Ich verwende 2 abgeschirmte Kabelstränge zu je 8 (á 0,57mm2) Kabeln für die Sensorensignale und 2 dicke Kabeln für die Masse.
Dieser 'Strunk' war nicht mehr mit den mitgelieferten Schellen der Haube gegen Herausziehen/reissen zu sichern, da viel zu dick. Abhilfe waren einige zarte Kabelbinder die sich dafür wieder einmal vorzüglich eignen. Auch das Loch der Haube mußte angepasst/vergrößert werden.
Damit der DB37-Stecker nicht gar so modern aus dem Motorraum herausglänzt habe ich ein passendes 'Präserl' (=Schutzgummi eines Mehrfachsteckers aus dem Swift) darübergeschoben.

Verbindungskabel_Hauben_Kabeldurchgang Verbindungskabel_mitHaube Verbindungskabel_Relaisboard-Seite_mitHaubeundPraeser

li: Durchgangsloch in Haube original und bearbeitet.     mi: die geschlossene Haube.      re:  Haube mit Präservativ.
(Zum Vergrößern Anklicken)
Leider noch ohne Bild ist der Spritzwand-Durchgang: Der Ami8 hat in der Mitte der Spritzwand hinter dem Getriebe ein recht großes ovales Loch (für Ganghebel des Ami Super?) durch das der DB37-Stecker gerade durchgeht. Damit aber nicht zuviel Fahrtwind und Motorlärm in das Innere dringt sorgte ich mit einer trichterförmigen Gummitülle (auch aus dem Suzuki) für Abdichtung. Da sie gerade noch über den dicken Kabelstrang passt ist der Gegendruck auf den ovalen Ami8-Gummi so groß dass dieser a) stabil im Blech der Spritzwand gehalten wird und b) Motorraum und Innenraum gut voneinander getrennt bleiben.

Beachte: Alles was du zw. den Steckern aufgefädelt haben möchtest (Schutzhüllen, Montageschlaufen...) mußt du vor dem Löten des 2. Steckers tun. Das klingt trivial aber wer vergisst nicht gerne auf solche Arbeitsschritte?

Verbindungskabel_ECU-Seite_mitoffenerHaube_oben Verbindungskabel_ECU-Seite_mitoffenerHaube_unten Verbindungskabel_ECU-Seite_offen_oben Verbindungskabel_ECU-Seite_offen_unten
Diese 4 Bilder zeigen den Kabel-Anschluss auf der MS-Seite

lili:  mit offener Haube (v.oben).     limi: mit offener Haube (v. unten ).     remi:  ohne Haube (v. oben).     rere: ohne Haube (v. unten).
Verbindungskabel_Relaisboard-Seite_mitoffenerHaube_oben Verbindungskabel_Relaisboard-Seite_mitoffenerHaube_unten Verbindungskabel_Relaisboard-Seite_offen_oben Verbindungskabel_Relaisboard-Seite_offen_unten
Diese 4 Bilder zeigen den Kabel-Anschluss auf der Relaisboard-Seite

lili: mit offener Haube (v.oben).    limi: mit offener Haube (v. unten ).    remi: ohne Haube (v. oben).    rere: ohne Haube (v. unten).
(Zum Vergrößern Anklicken)
Abschirmung: 
Es gibt einige Übertragungsgrößen die ev. gegen Störungen der Zündung oder der LiMa abgeschirmt werden sollten. Tach-, Lambda-, TPS-Signal (in Reihenfolge der Priorität).
Wichtig ist, dass das Abschrirmkabel an Masse angeschlossen ist, allerdings nur an einem Ende!
Die Anleitung von Bruce und Al empfehlen dazu den freien Pin25 des DB37-Steckers zu nehmen. Dieser ist lt. Schaltplan des Relaisboards direkt mit dem Terminal-Block Pin 7 ('S1') verbunden. Schließt du nun diesen 'S1'-Kontakt an Masse hast du eine durchgehende Verbindung bis ins MS-Gehäuse. Ich kann mich nicht erinnern es so gemacht zu haben. Glaube eher dass ich nur stückweise geschirmte Kabeln habe. Die Verbindung MS---Relaisboard ist geschirmt und mit auf der Relaisboard-Seite mit Masse verbunden, Im Motorraum sind das CLT-Kabel (unmittelbare Nähe zu  einer Zündkerze) und das Signal der Lambda-Sonde geschirmt.
Man sieht auf den Bildern der Kabelanschlüsse dass nur auf der Relaisboardseite wild herumstehnde Litzen zu sehen sind. Diese habe ich beim Zusammenbau so zurechtgebogen/'gekämmt', dass sie einen guten Kontakt mit der Haube gewährleisten. Auf der MS-Seite achtete ich darauf dass kein(!) Kontakt Haube---Abschirmung möglich ist.
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