Meine Einbau-Lösungen im Fahrzeug:
Der Einbau im Auto ist im Prinzip 'klassisch', d.h. es waren keine richtigen Speziallösungen notwendig, die nicht auch im Manual angedacht oder empfohlen wurden.
Der Teufel steckt wie üblich im Detail, bzw versuchte ich die Kosten für die Serienteile möglichst gering zu halten, insbesonders deshalb weil ich keine Ahnung von verwendeten Teilen und deren Eignung für meinen Motor hatte!
So fand ich erst nach einem halben Jahr(!) heraus, wie simpel das sogennante 'fast idle valve' funktioniert. Ich nahm immer an, dass das stufenlos getaktet werden muß und durch die Öffnungsdauer die Zusatzluft bestimmt/geregelt wird (im Gegensatz zum Steppermotor der den Querschnitt kontinuierlich ändern kann). War dann richtig enttäuscht - aber auch erleichtert - dass dieses Luftventil unter einer bestimmten Temperatur (CLT) einfach auf macht! Trivial!
Anmerkung: Mittlerweile kann der MSnSExtra-Code auch getaktete Leerlaufventile ansteuern.
SPI - Singlepoint-EinspritzungSPI - Singlepoint-Einspritzung
KraftstoffversorgungSensoren
Drosselklappenkörper, -adapter, Luftfilter
Auswahlkriterium für Drosselklappendurchmesser
Gasseil
MAT - Temperatur der AnsaugluftVerkabelung
CLT - Temperatur des Kühlmediums
O2 - Restsauerstoffgehalt im Abgas
TPS - Drosselklappenwinkel
rpm - Drehzahlsignal
MAP - Druck im Ansaugrohr
AbschirmungZünden mit MS1
MSnS, MSnSExtraMPI - Multipoint-Einspritzung
DualMSnS
MSnEDIS
Nockenwellen-Sensor
Kraftstoffversorgung:
Elegant, aber auch anspruchsvoller im Einbau (Dichtung) wäre eine Intank-Pumpe. Die einzige die ich während der Teile-Beschaffung in die Hände bekam, war jene vom Suzuki Swift. Meine Messungen am 'Durchflussprüfstand' ergaben, dass diese Pumpe nur ~2,1bar bei Nullförderung zusammenbringt, das ist für die spätere Verwendung zur Versorgung einer Multipoint-Einspritzung (2,5 bis 3bar) sicher zu wenig. Die Pumpen von den Opel Vectra und Renault 21 2-Liter-Maschinen sind da schon andere Kaliber! Die fördern so viel, dass der Betriebsdruck auch bei geöffnetem Einspritzventil nicht abnimmt, im Gegenteil der Abschaltdruck ist sogar um 2 bis 3 Zehntel bar höher als mit der Suzuki Serienpumpe.
Die Kraftstoffleitung beginnt am Tank mit der originalen Ø6mm-Leitung wie bei allen A-Modellen von Citroën. Ein 6zu8mm-Adapter (Pneumatikteil aus Messing) ist notwendig um einen passenden Benzinschlauch auf die Saugseite der Inline-Pumpe zu bringen. Pumpe, Begrenzer(?) und Filter befinden sich möglichst tief in der Lücke zwischen Tank und Rahmen. Danach ist der Durchmesser der Druckleitung immer 8mm, sowohl für den ersten Druckbegrenzer(?) und Feinfilter gleich nach der Pumpe als auch für die lange Leitung bis nach vorne zum TB (Drosselklappenkörper).
lili: Saugleitung (Ø6mm) aus dem Tank; daneben geht die an dieser Stelle verlängerte Rückleitung (ebenfalls Ø6mm) vorbei. limi: Tankstutzen (von unten gesehen) mit Überlaufschlauch und Y-Stück für Rückleitungsanschluss remi: Detailansicht des Y-Stücks. rere: Außenliegender Überlauf des Ami8-Tanks.
lili: Elektr. Benzinpumpe, Feinfilter und Druckbegrenzer(?) zw. Tank und Rahmen. Mit Hausleitungskabel an Hinterachse gegen herunter'fallen' gesichert. limi: Das gleiche Kuddelmuddel von unten geshen. (Bild kommt erst.) remi: Sicht- und Spritzschutz für die Fördereinkeit aus Karton/Pappe (wird später einmal natürlich durch ein Stück Blech ersetzt). rere: Druckleitung entlang des Rahmens.
Diese 8mm Druckförderleitung läuft an der rechten Rahmenseite ähnlich der originalen 6mm-Leitung auf der anderen Seite entlang. Leider ist der Platz zw dem Falz und den fetten Federtöpfen des Ami zu gering für den Benzinschlauch, also mußte ich einen kleinen Umweg zum oberen Falz des Rahmens machen. Damit sich nichts verfängt, bzw an beweglichen Teilen (Schwingarm vorne, Federtöpfe) scheuert, habe ich Plastik-Clips aus meinem Fundus zum Befestigen in den Original-Bohrungen des Rahmens verwendet. Im Bereich des auskragenden Trägers im Vorderteil des Rahmens befinden sich (noch) keine Löcher, da behalf ich mir mit Klemmen von Kotflepen (österr: 'Schmutztackerl'). Im Motorraum habe ich vor dem TB eine Schleife eingebaut um beim späteren Umbau auf Multipointeinspritzung sicher nicht stückeln zu müssen.
In der Anfangszeit überwachte ich den Benzindruck mit einem Manometer von Fritz - danke!
Beim Vectra war auch noch ein Pulsationsdämpfer dabei, also baute ich ihn auch noch mit in die Leitung ein (»nutzt net - schadets net«).
Glücklicherweise hat der TB vom Swift gleich einen 6mm-Anschluss für die Rückleitung vorgesehen. So verband ich das originale Ø6mm-Rohr (Vergaser-Saugleitung) entlang des Rahmens mit dem TB. (Original ist dort ein zu Haarrissen neigendes Plastikrohr verlegt, das ich schon während der Restauration durch eine 6mm Kupferleitung ersetzte.) Die 6mm-Leitung endet eigentlich bei der Saugleitung des Tanks. An dieser Stelle verlängerte ich mit einem 6mm-Rohrzwischenstück den Schlauch, der nun Richtung Tankeinfüllstutzen geführt wird. Der Ami8 hat im Gegensatz zu 2CV6 und Dyane einen außenliegenden Tankstutzenüberlauf. Der Sinn dieser Leitung scheint das blubber- und Blasenfreie Volltanken zu ermöglichen (Luft kann aus dem Tank entweichen). Ich ersetzte dieses schon sehr steife Plastikrohr durch einen 12mm-Benzinschlauch. Dieser lässt sich sowohl oben beim Tankdeckel als auch unten an der Tankoberseite gut über die Rohrenden schieben. Dazwischen - im oberen Bereich - fügte ich ein Y-Stück (Pnematik/Hydraulikgeschäft) aus einem benzinfesten Kunststoff ein. Mit etwas Tricksen passte ich den 6mm-Schlauch (die Rückleitung) mit einem kurzen Metallröhrl in den Innendurchmesser des Y-Stückes. Darüber noch ein 12mm-Schlauchstück.
Sowohl bei der Druck- als auch der drucklosen Leitung achtete ich auf ausreichenden Abstand zu Auspuffkrümmer, Ölkühler scharfen Kanten und Ventilator. In der Nähe dieser kritischen Bereiche stülpte ich wie in der Serie ein Stück weichen (Moos-)Gummischlauch über.
Alle Schlauchverbindungen sind immer mit mind.einer Schlauchklemme gesichert!
Drosselklappenkörper, -adapter, Luftfilter
Das erste Auto das ich eigentlich nur zu Studienzwecken ausbandeln wollte war ein Suzuki Swift GL mit 3-Zylindermotor (993ccm, Singlepoint-Einspritzung, ~54PS). Der Drosselklappenkörper schaute aber einem langweiligenVergaser wunderbar ähnlich und passt recht gut auf meine Ansaugspinne. Auch der Ø von 38mm schien mir vernünftig, es gibt ja nicht viele ähnlich kleinvolumige Autos mit für meine Zwecke passenden TBs. (Motorradteile scheiden aus Preis- und auch optischen Gründen aus).
Lange suchte ich nach Anhaltswerten um sicher zu sein dass der DrosselklappenØ weder zu klein (Leistungseinbuße) noch zu groß (schlechte Regelbarkeit bei niedriger Last) ist. Auch wenn ich meine dass die 38mm ganz gut passen, würde ich dies gerne theoretisch untermauern, bzw könnte ja sein dass ich einmal eine grobe Änderung des Systems vornehme und rechtzeitig nach etwas Besserem zu suchen beginnen kann.
In einem Formula Student-Paper (EVANS_Frank.pdf) fand ich einen Hinweis dass die Delphi Automotive Group bei Serienfahrzeugen eine maximale Luftgeschwindigkeit im Bereich der Drosselklappe von 90m/s empfiehlt. Dies ist sehr hoch bemessen da nicht die maximale Leistung im Vordergrund steht, sondern eine gute Regelbarkeit. Diese ist wichtig zum unverkrampften Cruisen/Beschleunigen, weil sich feine Dosierbarkeit auch auf den Verbrauch auswirkt.
Das HP Book 'Weber Carburattors' (P.Braden, 1988) beinhaltet einen Leitfaden für Renn-Fahrzeuge. Hier spielt das Cruisen bekanntlich eine untergeordente Rolle. Was zählt ist ein möglichst geringer Druckverlust. Die Luftgeschwindigkeit um die Drosselklappe soll zwischen 50 und 60m/s liegen.
Leider steht im Paper nicht ob es sich um Drosselklappen von Einspritzanlagen oder um die Bemessung von VergaserØn handelt. Grob gerechnet mit 652ccm, 6000U/min, einem Füllgrad von 1 und einer Drosselklappe von 38mm komme ich auf <30m/s. Eine gifzige Rennmaschine? Mitnichten - die Drosslklappe ist keines falls zu groß was die Regelbarkeit betrifft. Die Angaben werden sich wohl auf Vergaser beziehen; schade.
Erste Passversuche im Motorraum zeigten, dass auch der unauffällige Suzuki-Luftfilter gut unter die Motorhaube passt. Der Zutzel des Ansaugplastikrohres hat noch dazu den gleichen Ø wie das Anschlussstück des Luftleitbleches der serienmäßigen 'Aufladung'. Z.Zt. ist dieser Übergang noch zweigeteilt, aber ich werde hier sicher noch ein passendes Rohr finden, im schlimmsten Fall ein flexibles Alu-Spiral-Rohr wie sie bei Campingfahrzeugen für Abluft/Gasheizung... verwendet werden.
Am TPS wurden Modifikationen notwendig die ich bei den Sensoren (weiter unten) näher behandle.
lili: 'Zutaten' für die TB-Adaption. limi: Rückseite des Leimholz-Adapters. remi: Flansch für den Vergaser auf Ansaugspinne. rere: Ansaugspinne mit aufgelegter Heizungshebelkonsole...
lili: ..undAlublech... limi: ...und Dichtscheibe um Höhe der Heizungshebelkonsole auszugleichen. remi: Der Adapter aus Leimholz wurde mit M8 4 Senkkopfschrauben an den Vergaserflansch angeschraubt... rere: ...darauf dann der aus dem Swift-Ansaugkrümmer herausgeflexte Flansch aufgelegt...
li: ...und mit vielen langen M4-Schrauberln festgeschraubt (und mit Loctite-Schraubenfix gesichert). mi: Nun die Papierdichtung des TBs eingelegt und den TB selbst festgeschraubt (Ansicht von hinten). re: TB von vorne gesehen, beachte bei beiden Ansichten die Reihenfolge der einzelnen 'Schichten' des Zusammenbaus.
(Zum Vergrößern Anklicken)
Ein wichtiger, arbeitsaufwändiger Punkt ist der Adapter zwischen der serienmäßigen Ansaugspinne und dem Suzuki-TB. Die einfachste Lösung wäre ein Flacheisen zu nehmen, Löcher und Gewinde im Suzuki-Lochraster zu bohren/schneiden und dieses auf die Spinne anzuschweissen. Dann ist aber ein Zurückrüsten nur mit Austausch der Ansaugspinne möglich. Ich entschied mich anders! Ich flexte aus dem Aluansaugtrakt des Swifts den Bereich knapp unter dem TB heraus. Somit hatte ich eine fast perfekt plane Seite mit Löchern und Gewinde, fast schon eine richtige Platte. Da die Lochabstände/raster Visa-Swift an jeder Stelle um etwa einen Schraubendurchmesser voneinander abweichen ist sowohl gemeinsames Verschrauben als auch die Verwendung nur einer Zwischenplatte nicht möglich. Aus einem 10 oder 12mm Leimholzrest sägte ich den Umriss und das große Loch in der Mitte heraus. Wo möglich, bohrte ich in die Aluplatte des Swifts Löcher für M4-Schlitzschrauben. Die Schraubenköpfe mußten zum Teil versenkt werden oder der TB bekam entsprechende Aussparungen. Danach bohrte ich die Löcher in die Leimholzplatte und setzte sogennante Schlagmuttern bzw Einsätze (gut sortierter Baumarkt, Tischler/Schreiner/Möbelbau-Laden) für metrische Schrauben in das Holz ein. In meinem Nahversorger-Baumarkt fand ich tolle 8.8(!) Senkkopfschrauben für Imbus/Innensechskant-Schlüssel. Diese 4 Schrauben halten die Leimholzplatte an der Ansaugspinne fest; darüber ist die Aluplatte, die mit den vielen kleinen Schlitzschrauben in der Holzplatte fixiert ist. Auf der Aluplatte halten die serienmäßigen Schrauben den TB nieder. Etwas Ofensilber gibt dem Holz den Schein von Aluminium. :) Weil ich feig bin, habe ich alle selbst gebauten Dichtflächen mit Motorsilikon falschluftsicher gemacht
Für die Heizungshebelage (etwas anders als die Seilzüge in der Ente) mußte ich noch mal in die Trickkiste greifen und aus einem ~0.8mm Alublech und einer seltsamen Scheibe (hitzebeständig?) die aussieht wie wenn sie optimal zum Dichten geeignet wäre, sägte/schnitt ich eine entsprechende Form mit Aussparungen für den Heizungshalter aus. Ärgerlicherweise ging der Einbau noch immer nicht glatt - ich mußte auch noch die serienmäßige Visa-Bakelitplatte mitverschrauben, da sonst eine Gussnase am Motorblock der Heizungshebelkonsole im Weg ist.
Später rüstete ich auf Multipoint-EFI um, die Drosselklappe aber blieb. Siehe weiter unten.
Meine Definition bzw Bedingung für den optimalen Klappendurchmesser lautet, dass bei bei voll geöffneter Klappe und auch bei höchsten Drehzahlen im Ansaugkrümmer der Umgebungsluftdruck (Sauger) erreicht wird. Natürlich könnte man auch eine größere Klappe nehmen, allerdings ist dann die Regelbarkeit im unteren Teillastbereich schlechter.
Wie gut erfüllt meine 38mm Swift-Klappe dieses Kriterium?
Dazu habe ich einen Datalog mit einigermaßen repräsentativer Häufigkeit auch höchtser Drehzahlen und Last herangezogen und etwas geändert. Alle Gamma-Einträge auf 100% gesetzt, ausgenommen Gve. In die Gve-Spalte habe ich die TPS kopiert und in MSTweak eingelesen und ausgewertet:
(auch 993ccm, 3Zyl, ~55PS) nehmen, da dort der Abstand deutlich größer ist.li: Das 'Kennfeld' zeigt den Zusammenhang zw TPS, MAP und rpm im Bereich des von mir verwendeten VE-Kennfeldes. re: Ein Ausschnitt (Vergrößerung) dieses Diagramms bei höhen Drehzahlen, bzw Vollast.(Zum Vergrößern Anklicken)
Leider habe ich doch nicht soviele Werte unter Höchstlast und -drehzahl eingefahren, das TPS-'Kennfeld' ist etwas zerfleddert --> nicht wirklich exakt.
Sicher ist dass die Drosselklappe nicht zu klein ist, denn sonst würde nie der beim Fahren herrschende Umgebungsdruck von 94kPa erreicht werden.
Ist die Drosselklappe zu groß? Die uneinhetlichen TPS-Werte ließen darauf zurückschließen. Eine genauere Analyse der mit MSTweak erstellten TransferPoints at 0.471 Volts.xls-Datei zeigt dass auch noch bei fast 7000U/min MAP-Werte von 90kPa mit lediglich 50 bis 80-TPS% angefahren werden konnten, also bei halb bis drei viertel geöffneter Klappe.
Mein Fazit: Die Drosselklappe ist eher zu groß als zu klein.
Ich wundere mich aber dass die 'Aufladung' keinen erkennbaren Überdruck in die Ansaugspinne schafft, werde das einmal gesondert ausmessen.
Gasseil
Natürlich passten die Nippel vom Gasseil nicht zueinander, so ersetzte ich den Seilzug komplett. Die Hülle des Bowdenzuges ist ein Stück aus dem Fahrradgeschäft (Laufmeterware) mit einem dünnen Teflon-Einsatz (Verkäufer-Sprech) damit das Seil gut flutscht. Ein Schraubnippel beim Gaspedal - verhindert Aushängen während der Fahrt - und ein Ø8mm-Schraubnippel am Lenker/Hebel der Drosselklappe sorgen für guten und steten Zug. Das Gasseil ist nun so leichtgängig, dass die Vorspannung der Drehfeder an der Drosselklappenwelle vollkommen ausreicht. Dieses leichtgängige Gas wirkt bei langen Messfahrten etwas verkrampfend (oft konstante Gasfußstellung (~MAP) erwünscht). Der Pedalweg ist etwas kürzer, da der Hebelsarm kürzer als jener des (mittleren!) Normalabstandes des Vergasers ist. Wird die 'unbändige' Motorkraft dadurch schlecht dosierbar, kann ich immer noch das vom Daihatsu Charade (auch 993ccm, 3Zyl, ~55PS) nehmen, da dort der Abstand deutlich größer ist.
VerkabelungMAT - Temperatur der Ansaugluft
Suzuki hat den Temperatursensor für die Ansaugluft (MAT oder IAT) im Luftfilter platziert, sah keinen Grund diesen nicht 1:1 zu übernehmen.CLT - Temperatur des Kühlmediums
Der CLT-Temperatursensor befindet sich bei wassergekühlten Motoren im innersten Kühlkreislauf bzw nahe dem Zylinderkopf. Dieser Sensor ist wichtig für die Aufwärmphase (fast idle, Kaltstartanreicherung), deshalb ist bei einem luftgekühlten Motor eine Montage in den Ölsumpf ungeeignet, da sich das Öl wesentlich langsamer erwärmt! Bei uns ist Luft das Kühlmedium deshalb repräsentiert auch dessen Temperatur bestens den Wärmezustand des Motors. Ich habe den Abluftstrom knapp hinter dem Zylinderkopf gewählt. Das entspricht dem unteren Teil der Heizbirnen/Wärmetauscher. Da ich bald einen Meyer-Enten-Kat einbauen will, der selbst auch Wärme erzeugt und genau in diesen Heizbirnen platziert ist, bin ich mit dem Einbau auf einen recht kurzen Abschnitt beschränkt. Im Betrieb zeigt sich, dass die Ablufttemperatur schlappe 70°C nie übersteigt, ich werde nach einem heisseren Punkt suchen können, ev lässt sich was in/mit der M7-Schraube (die das Luftleitblech hält) auf der Unterseite des Zylinders finden.
O2 - Restsauerstoff im AbgasDer Sensor ist so eingebaut, dass einerseits der Stecker leicht lösbar, andererseits Kabel/Stecker bei Wartungsarbeiten nicht im Weg sind, bzw nicht unbedingt ins Auge springen.li: CLT-Temperatur-Sensor in Heizbirne re: CLT-Temperatur-Sensor im eingebauten Zustand. (Bild kommt erst.)(Zum Vergrößern Anklicken)
MS-Hinweis: Die Temperatur darf/soll 254°F (=124°C) nicht überschreiten. Das hat prinzipiell keine Werkstoffwärmebeständigkeitsgründe der Sensoren, sondern ist ein einfaches Speicherproblem (0 bis 28=255°F) von MS.
Ich habe mehrere (3-polige) beheizte Lambda-Sonden gesammelt. (Alle sind schon recht alt, also wahrscheinlich etwas träger als neuwertige.) Da ich nicht wusste wie unterschiedlich die beiden Zylinder arbeiten, wollte ich für das erste Setup den Restsauerstoffgehalt des Gesamtabgases messen. Der Verbrennung näheste Platz für gemitteltes Gemisch wäre die Mitte des Interferenzrohres (Vergaservorwärmung). Da ich die Vergaserbrücke vorerst nicht abbauen wollte (beim Visa manchmal problematisch weil das Gewinde im Alukopf leicht beleidigt werden kann) suchte ich nach einem anderen passenden Platz. Der Quertopf wird sicher nicht symmetrisch durchströmt (d.h. Position in der Mitte ist nicht repräsentativ), somit wählte ich einen Platz knapp vor dem Sammlerrohr. In dieser Position sind die beiden Abgasströme sicher gut durchmischt, bzw. wird der Strömungsquerschnitt nicht gestört und die Sonde ist leicht mit einem Maulschlüssel zu erreichen.
Die Lambda-Sonde wurde beim Spender-Opel noch weiter vom Motor entfernt eingebaut (ca. unter Gangschaltung!), ich kann also annehmen dass die Messungen richtig sind. Wie bei mehreren Autos gesehen habe ich auch ein geschirmtes Kabel für das Signal verwendet.
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li: Lambda-Sonde im ausgebauten Quertopf. mi: Detailansicht. re: Ansicht im eingebauten Zustand von oben.(Zum Vergrößern Anklicken)
Als alles zufriedenstellend lief baute ich im Herbst 2004 die Meyer-Katalysatoren (in den Heizbirnen) ein. Dazu muß die Lambdasonde vor den Kat wandern. Aber welchen Auspuffkrümmer soll ich nehmen? Im Zeifelsfall beide, bzw war von Anfang an geplant das später einmal jeder Zylinder extra geregelt werden soll.
Ich schweisste die M18x1,5-Muttern so an dass folgende Vorgaben erfüllt werden: (a) die Sonden sollen nicht zu tief in den Abgasstrom hinenireichen, (b) schlecht einzusehen sein, (c) mit einem Maulschlüssel noch einfach (de)montierbar und ausfädelbar(!)sein, bzw. (d) links und rechts so symmetrisch wie möglich.
Bei diesem Arbeitsschritt nahm ich eine Optimierung für Multipoint-EFI vor. Die Vergaserbrücke ist eigentlich ein Teil, da mit dem Auspuffkrümmer verbunden. Der Grund ist ein für 2-Zylinder typisches Interferenzrohr das gleichzeitig auch die langen Ansaugrohre vorwärmt. Diese Verbindung löste ich mit der Flex, glättete den Ansaugkrümmer und verschloss die Öffnung im Interferenzrohr mit mit einem Stück Blech. Aus Steifigkeitsgründen und weil leicht verfügbar, nahm ich eine 2CV/Dyane/Ami8-Spinne, die vom Visa ist ja auf einer Seite zweigeteilt und ev. nicht mehr so stabil, da ja die Abstützung über den Auspuffkrümmer wegfällt.
li: Der abgetrennte Ansaugkrümmer von unten... mi: ...und das Gegenstück vom abgetrennten und verschlossenen Interferenzrohr. re: Eine eingeschweisste Mutter für eine Lambdasonde.
li: Zusammenstellung der fertigen Bauteile. Im Vordergrund der Auspuffkrümmer mit den beiden Lambdasonden (verbunden durch das Intereferenzrohr), im Hintergrund der Ansaugkrümmer (noch ohne MPI). remi: Eingeschweisste Mutter (rechter Zylinder) mit eingebauter Lambdasonde.
(Zum Vergrößern Anklicken)
Nun war es gleichgültig welche Lambdasonde ich an MS anschloss. Die Unterschiede waren gering, die Anzeige der Nadeln von MT arbeiteten einigermaßen synchron.
Das Fahren mit Singlepoint-EFI aber ohne Vergaservorwärmung war furchtbar, siehe die Seite mit den Fahreindrücken .
Für kurze Zeit hatte ich eine unbeheizte aber recht neue Lambdasonde für den linken Zylinder in Verwendung. Im Normalbetrieb war das kein Problem, kühlt der Motor ab, wie das im Schubbetrieb der Fall ist, zeigt auch die Lamdasonde nicht mehr so gut an. Das ist im Fahrbetrieb unerheblich, aber beim Einfahren eines lamba=1-Kennfeldes doch nicht optimal. Ich glaube mich zu erinnern, dass sogar bei längeren Leerlaufzeiten (Stau) die Betriebstemperatur manchmal unterschritten wurde und ein mageres Gemisch vorgetäuscht wird --> unberechtigte Anreicherung.
TPS - Drosselklappenwinkel
Am TB des Swifts war nur ein Drosselklappenschalter montiert.rpm - Drehzahlsignal
Das erkennt man indem man die Widerstände zw den einzelnen Pins prüft. Beim Schalter ist das Durchgang (0Ohm) oder unendlicher Widerstand, je nach Position der Drosselklappe.Mit dem Schalter waren 3 Drosselklappenbereiche auslesbar: Leerlauf bis wenig Gas, Teillastbereich, Vollastbereich. Wenn man die 3 Abnehmer mit Widerständen geschickt verbindet könnte auch dieser 'Schalter' für MS verwendet werden. Für mich kam aber nur ein echter Sensor in Frage.
Hat man ein echtes Potentiometer, gibt es 3 Messergebnisse:
a) der Widerstand bleibt konstant (diese beiden sind Masse und +5V, der freie Pin liefert das Signal an MS),
b) der Widerstand nimmt beim Klappenöffnen zu,
c) der Widerstand nimmt beim Öffnen ab (der freie Pin ist Masse).
Mach dir dazu am besten eine kl. Tabelle. Die Anschlüsse kann man auch noch mit MT überprüfen. Bei der Funktion 'Calibrate TPS' kann man ablesen welches Signal MT bekommt. Im geschlossenen Zustand wird der ADC-Wert unter 50 sein, voll geöffnet größer 200. Ist es umgekehrt oder konstant, sind die TPS-Kontakte falsch angeschlossen.
Auf den langen D-Schaft der Drosselklappenwelle passen andere Nippon Denso bzw die bei uns sehr verbreiteten BOSCH-Sensoren, nur muß man die Welle etwas kürzen. Da ich hoff(t)e noch einen TPS zu finden der das Lochmuster des TBs zu finden, passte ich vorest einfach ein kleines Stück Leimholz an, das erst ein Jahr später durch den scheinbar originalen Drosselklappenschalter ersetzt wurde. Allerdings habe ich den kleinen BOSCH-TPS so bearbeitet dass er auf die Trägerplatte und unter die Plastikabdeckung passt.
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li: BOSCH-TPS mit kleiner Leimholzplatte an TBI angepasst. (Übergangslösung) mi: BOSCH-TPS rundherum abgesägt und angefeilt, damit der Sensor noch unter/in das originale NipponDenso-TPS-Gehäuse passt. Mit Blindnieten befestigt und mit Heisskleber gedichtet. re: Voila! Der BOSCH-TPS passt ins Gehäuse!(Zum Vergrößern Anklicken)
MS braucht für die Berechnung der Einspritzmenge(n) und -zeit(en) ein Drehzahlsignal. Standardmäßig wird das Zündsignal (vom "-"Pol) der Zündspule abgenommen. Besser sind natürlich 'saubere' Signale wie Hallgeber, optische Abnehmer... Der Visa hat für seine kontaktlose Zündung 2 Impulsgeber angeordnet die von einem Zapfen auf der Schwungscheibe ein Signal empfangen. Diese Induktionsgeber werden einerseits mit 12V von der Zündung gespeist (grünes Kabel), liefern andereseits (braunes Kabel) ein Signal an die Visa-Zündelektronik (black box). Dieses Signal kann auch (ohne Konditionierungs-Schaltung(!)) für MS verwendet werden. (Die Induktionsgeber haben entweder ein eigenes Massekabel (neuere Modelle) oder werden über das Gehäuse direkt auf Masse geschalten.)MAP - Druck im Ansaugsystem
Da ein Niederländer mit dem 'oberen', 2. Impulsgeber bei höheren Drehzahlen schlechte Erfahrungen gemacht hat, habe ich so wie er den 'unteren' 1. Geber (15°vOT) verwendet, das war auch sinnvoll für spätere Anwendungen (Zünden).
Seit dem EDIS-Umbau gibt das EDIS-Modul das PIP-Signal (2x pro KW-Umdrehung) an MS weiter.
Der MAP-Sensor (misst den Absolutdruck) und sitzt standardmäßig auf der MS-Platine, das Signal muß aber vom Ansaugrohr dorthin. (Man könnte auch den MAP im Motorraum einbauen und Kabeln zu MS führen, macht aber keiner, weil die Verzögerung der Luftsäule in einem Schlauch nicht messbar ist). Im Bereich der Platine soll man verflixt aufpassen, dass a) keine Gummi-Brösel vom Schläucherl o.ä. zu liegen kommen und b) das Schläucherl nicht aus schwarzem Gummi ist. Warum? Weil diese Materalien etwas stromleitend sind und das MS bei Berührung der Lötpunkte ev. nicht richtig funktionieren lässt - und solch einen Fehler einige Monate später zu finden ist kein Spaß! Ich würde sowieso empfehlen an der Gehäusewand einen fixen Durchgang (für Kraftstoffleitungen im Modellbau) zu machen. So wird der Sensor 1. gegen Zug geschützt und 2. erleichtert dies die Montage und Demontage des Schlauches wenn MS wieder einmal aus dem Auto genommen wird.
Für die Verbindung Ansaugrohr - MS-Gehäuse verwende ich einen recht festen, dünnen Schlauch (sonst für Dieselrückleitungen). Im Leerlauf meines doch eher unruhig laufenden Zweizylinders kann es vorkommen dass sich der Druck laufend ändert, siehst du sehr schön bei Überwachung mit MegaTune (Menü: Runtime -->Tuning) wie der Cursor herumzittert. Zum Glätten eignen sich kleine Hohlkörper aller Art. Am einfachsten passen billige Benzinfilter wie sie bei Vergasermotoren verwendet werden; man kann sich auch was Hübsches aus einem Fotofilm-Doserl o.ä. basteln oder noch besser schauen was vergleichbare Motoren (Nachfolgemodelle) in dieser 'Druck'-Leitung eingebaut haben. Aber Achtung: Ein so ein kleines Doserl aus meinem EFI-Fundus hatte eine Membrane eingesetzt, das MAP-Signal war zwar sehr ruhig, allerdings hinkte es immer hinten nach - war also unbrauchbar!
Die Länge des Luftschlauches wirkt sich nicht auf die Reaktionszeit aus, Al hat auch mit einem elendslangen Schläucherl keine nenenswerten Verzögerungen festgestellt.
Die meisten TBs haben div. Anschlüsse, einer nach(!) der Drosselklappe wird schon passen, sonst Loch in Ansaugkrümmer bohren und einen Anschluss (ev. das Gleiche wie beim MS-Gehäuse) einschrauben.
Da der Absolutdruck gemessen wird, kommt es zu Verfälschungen beim Einlesen von MS wenn man in bergigem Gelände unterwegs ist. Nach der Höhenformel nimmt der Luftdruck schon etwas unter 100m um 1kPa ab. Dieser Einlesefehler vergrößert sich auf ~11kPa bei 1000m Höhenunterschied (1kPa/100m kann man sich leicht merken). Das bedeutet dass bei einer Bergauffahrt mit 1000m Höhenunterschied der Motor anscheind nie unter Vollast betrieben wird, es wird auf falsche Kennfelddaten zurückgegriffen. Das macht nichts im Closed Loop weil die Lambdasonde den Fehlbetrag ausgleicht, wohl aber etwas im Open Loop. Einfachste Abhilfe ist das Zwischendurchausschalten der Zündung- dabei aber achten dass bei geöffneter Drosseklkappe bzw Motorstillstand MS (also die Zündung) wieder eingeschaltet wird, sonst kann es sogar vorkommen, dass ein zu kleiner kPa-Wert als Umgebungsdruck eingelesen wird. Eleganter kann man mit MSnSExtra einen 2.ten MPX4250A-MAP-Sensor einlesen der laufend den Umgebungsdruck überwacht und das Kennfeld entsprechend anpasst.
Während der normalen Fahrt ist das Fehlen eines 2. MAP-Sensors nicht störend, aber beim Kennfeldeinfahren, macht es Sinn auf genaue MAP-Werte zu achten, also bei Bergetappen >100m auch mal Zündung ausschalten.
Zünden mit MegaSquirtDer selbst gebaute Kabelstrang zwischen MS und Relaisboardselbst ist schon eine Seite vorher beschrieben.
Um eine möglichst 'glatte' und ungestörte Stromversorgung zu gewährleisten wird empfohlen Plus- und Masse-Kabel möglichst direkt von der Batterie abzunehmen. Im Gegensatz zu alten Vergaserautos bei denen die diversen Massen wahllos über das ganze Auto verstreut brauchen moderne Autos mit Elektronik eindeutig definierte Potentialunterschiede (Spannung). So sollen alle für MS notwendigen Sonden, Geber... von einer Quelle versorgt und nur an einer Stelle geerdet werden. Sonst können sich kleine Spannungsunterschiede ergeben die kleine (verkehrte!) Stromflüsse erzeugen die die Funktion von MS beeinträchtigen können. Kaputt sollte nichts werden, aber nicht oder nur schwer reproduzierbare Faxen machen eine analytische Fehlersuche fast unmöglich, aber sind wir von den alten Citroens eh schon gewohnt...
Beim Ami8 führt die Benzinstandsanzeige durch den Holm von Türen und Dach. Da habe ich noch ein zusätzliches Kabel für die Benzinpumpe eingezogen. Die Masse der Pumpe habe ich (zweigeteilt) auf Schrauben der Tankbesfetigung gelegt.
Das Tach-Signal wird vom 'unteren' (35° vOT befindlichen) Induktionsgeber abgenommen. (-)-Anschluss. Das Signal ist deutlich sauberer als jenes der Zündspule, deshalb habe ich die entsprechende Diode auf der MS-Platine mit einem Jumper überbrückt.
Für die richtige Pin-Belegung (5Vref, Signal, Gnd) das TPS-Signal gibt es ein Logik-Suchrätsel im Manual. Wenn du dir eine kleine Tabelle anlegst, kannst du nach dem Ausschlussprinzip die richtige Kombination ermitteln. Im schlimmsten Fall hinterfragt MegaTune bei der TPS-Kallibrierung ob du das Signal wirklich andersrum eingeben willst.
Das MAT-Kabel ist unspektakulärst verlegt.
Ich habe ein (Stück) Kabel für den typischen Anschluss der BOSCH (Nippon Denso) Sensoren bzw Einspritzdüsen. Der CLT-Sensor ist der Einzige der von der nahen Zündkerze gestört werden könnte, also bekam dieser das abgeschirmte Kabel. Ist aber sicher nicht notwendig.
Ich verwende eine 3polige (,also beheizte) Lambda-Sonde die im Quertopf nahe des S-förmigen Sammelrohres positioniert ist. So, dass ich hoffe die Abgase aus beiden Zylindern haben sich gut durchmischt und sichergestellt ist, dass der ohnehin etwas enge Rohrquerschnitt nicht unnötig vermindert wird. 3 von 4 Kabelbäume die ich beim Schlachten kennenlernte haben das Lambda-Sonden Signal zumindest stückweise abgeschirmt, auch hier habe ich ein vorhandenes abgeschirmtes Kabel verwendet.
Abschirmung:
Als Laie auf diesem Gebiet kann ich nur nachplappern was ich so zusammenglesen habe, nichts argumentativ untermauern. Empfindlich (und immer wichtig) ist das Tachsignal, TPS bzw Lambda können empfinflich sein, bzw habe ich sie schon geschirmt gesehen., somit empfehle ich diese Kabel abzuschirmen wenn MS nicht oder nur schwer reproduzierbare Faxen macht.
Abschrirmungen werden an nur einer(!!!) Seite an die Masse angeschlossen, welche ist eine Expertenstreit- oder gar -philosophiefrage. Ich habe auf Empfehlung den fetten Kabelbaum zw MS und Relaisboard an der Relaisboard-Seite geerdet.
Solange bis ich auf MSnS (MSnSEnhanced) erweiterte, verwendete ich die originale Visa-Zündung.
Wenn dein Motor bereits EFI und Zündung in einem Kastl vereinigt, mußt du darauf achten dass alle notwendigen Informationen weiterhin an die Zündeinheit gelangen. Mit etwas Geschick kann man Sensoren (Temperatur, TPS...) auch gemeinsam verwenden, dazu muß dann aber der 'Bias-Resistor' (Eingangswiderstand) des entsprechenden Signaleingangs bei MS geändert werden. Achtung: Manche Elektronik-Kastln haben sich während des Betriebs ändernde Eingangswiderstände, diese auszumessen bedarf einiges Geschick und Know hows.'Zünden mit MS' ist Dank der vielen Möglichkeiten zu einem großen Kapitel der Weiterentwicklung geworden. Auf dieser Seite geht es aber nur um die Hardware im Auto, Änderungen an der MS-Platine und dem Code (Algorithmus) findet sich ab hier .MSnS, MSnSExtra
Magnus programmierte ~2002 eine der ersten für viele brauchbare Weiterentwicklungen: "MegasSqirt and Spark", abgekürzt MSS oder MSnS. Dieser Code war nur für Motoren mit 4 und mehr Zylindern tauglich. Magnus adaptierte den Code auch für Ein- und Zweizylinder, Phil brachte das alles im Herbst 2004 in MSnSEnhanced ein, er machte den Code eiligst einige Tage vor einem Trip zum 24h 2CV-Rennen von Spa (B) fertig. Später wurde die Zündfunktion mit all den anderen guten Sachen in MSnSExtra integriert.
Spielte man den MSnS-Code über das Parallelkabel in MS ein, wurde statt dem FIdle-Ventil ein Zündmodul angesteuert. Da der Zündimpuls aus MSnS ein +5V-Rechteck ist, entspricht das sehr genau einem Signal eines Hallgebers. Damit wurden schon in den 80ern eine Menge Zündungen getriggert. Naheliegend ist es also so ein Zündmodul billig vom Schrottplatz zu holen, z.B. BOSCH 0 227 100 137, 0 227 100 142 und viele mehr (so habe ich auch ein 0 227 100 111 von einem Alfa 33 erfolgreich getestet). Ich suchte mir solche aus die schon einen dicken Kühlkörper drauf hatten.Dual-MsnS
Der Anschluss gestaltet sich wirklich leicht, denn man kann so ziemlich jede Zündspule anhängen, egal ob altmodische von Unterbrecher gesteuerten Zündanlagen (z.B. schwarze 2CV-Spule) oder modernere von Transistorzündungen, da das BOSCH-Modul ja eine Transistorzündung ist und sich auch um einen optimalen Schließwinkel kümmert. MSnS schaltet sowieso ab, wenn mehr als 2s kein Drehzahlsignal kommt, d.h. Überhitzen am Stand ist nicht möglich.
Nur damit es einmal gesagt wird: MSnS kann nicht(!) direkt an die Zündspule angehängt werden, dazu fehlt ein spezieller TreiberIC, eine gewünschte richtige Schließzeit (dwell) kann man mittlerweile selbst eingeben.
Ich bastelte mir einen Stecker den ich direkt in die bisherige Visa-Buchse passte klick . So konnte ich mit einem(!) Handgriff wieder auf die Visa-Zündung zurückrüsten.
Anfangs versuchte ich die 2 Visa-Kennlinien exakt nachzustellen und machte wie es lt. WHB sein soll bei 150mbar Unterdruck eine Stufe um 10°. Bei unseren Bedingungen herrschen etwa 91-94kPa Luftdruck (--> 92-15=77kPa). Die Kennlinie für z.B. 3000U/min schaute folgender maßen aus:
94kPa=26°... 78kPa=26°, 77kPa=36°... 21kPa=36°. Das fuhr sich nicht angenehm. Erst als ich den Übergang weicher machte konnte ich keinen Unterschied zw Visa-Box und BOSCH-Modul feststellen. Erst später habe ich die Visa-kennlinie mit dem Oszilloskop ausgemessen und erkannt, dass das Aktivieren/Deaktivieren der Unterdruckdose (+10°) etwas über eine Sekunde dauert. Zeit genug. dass man kein Ruckeln spürt.
Getriggert wurde weiterhin mit dem 1. Visa-Impulsgeber (45°vOT). Ich stellte MT (Triggern) wie üblich auf fallende Flanke ein, die Visa-Blackbox triggert aber auf die steigende Flanke. Eine Ungenauigkeit die sich bis zum Umstieg auf MSnEDIS mitzog. Das Triggern mit nur einem Sensor ist möglich, aber nicht optimal. Das bemerkte ich erst richtig als ich merkte vie sauber sich das Benzinkennfeld mit EDIS als Triggersystem einfaheren ließ, da die Drehzahlschwankungen hier besser rausgefiltert scheinen.
Für einige Zeit versorgte MSnSExtra 2 BOSCH-Zündmodule parallel, so hatte jeder Zylinder seine eigene Zündung. Die Zündspulen waren irgendwelche von BOSCH die nur für TCI geeignet waren. Eine wurde etwas wärmer, die andere blieb sehr kühl. Es waren keine positiven oder negativen Effekte feststellbar, die Ausfallswahrscheinlichkeit bei 2 unnötig parallelen System steigt, also habe ich wieder zurückgerüstet.
li: Dual MSnS, je ein BOSCH-Zündmodul treibt eine Zündspule. mi: Der genaue Verlegeplan für Dual MSnS. re: Man könnte auch eine EDIS-Zündspule verwenden, dann könnte ich trotzdem 4 Zündkerzen zugleich befeuern - Twinspark. :)(Zum Vergrößern Anklicken)MSnEDIS
Bisher triggerte ich mit nur einem Signal pro KW-Umdrehung, d.h. MSnSExtra brauchte einige Triggersignale um starten zu können, sprich eine passende Vorzündung zu berechnen. Das ist kein Problem bei voller Batterie, wohl aber wenn sie eh schon schwächelt und jede Umdrehung eine Plage ist. Dass bei unregelmäßiger Winkelgeschwindigkeit (langsamer im Verdichtungstakt) die Vorzündung alles andere als genau ist, ist anzunehmen. Das gilt aber auch für den Fahrbetrieb, besonders bei rascher Drehzahländerung (Extremfall Schalten).
Eine Verbesserung der Triggergenauigkeit stellt ein sogenanntes Triggerzahnrad an der Kurbelwelle dar. Entweder mit der Wheeldecoder-Funktion (kleine Zusatzschaltung bei MS1 notwendig) oder dem EDIS-Zündmodul von Ford. Das wird über einen Induktiv-Sensor und ein 36-1-Zahnrad getriggert und gibt 2x pro KW-Umdrehung ein sehr genaues Positions-Signal (PIP) an MS weiter, bzw bekommt von MS die berechnete Vorzündung (SAW).
Es gäbe 2 Möglichkeiten ein Zahnrad zu montieren, entweder vorne beim Lüfterrad oder hinten an der Kupplung. Wenig elegant, aber einfach einzubauen (und ev zu reparieren) geht das hinter der gepressten/geschweissten Blechriemenscheibe für die LiMa. An und für sich ist dort genug Platz (wenn man nicht an die NW einen NW-Sensor basteln will).
Als Zahnrad wählte ich ein 36-zähniges Kettenblatt aus billigem Stahl (ferro-magnetisch!) von einem Kinderfahrrad, ein Zahn wurde abgeflext, die sogenannte Lücke. Die Stege zur Tretkurbel wurden auch herausgeschnitten und das Zahnrad etwas angefast dass es auf den breiten Kegel der Riemenscheibe passte. Zu nahe an die Riemenscheibe kann man nicht, um den VR-Sensor nicht zu verwirren. Meine Befürchtung dass die Löcher für das Plastik-Lüfterrad die Induktivität (und somit das Triggersignal) stören könnten, bewahrheitete sich nicht. Ich achtete trotzdem dass die Senkkopfschrauben so kaum über das Blech ragen .
Den VR-Sensor montierte ich am Blechgehäuse der Luftkühlung. Viele Befestigungspunkte bleiben nicht übrig wenn man (a) von der anderen Seite (Kontermutter, Sensor einfädeln) zugreifen will, bzw (b) eine ebene Montagefläche sucht (Rippen im Blechkasten) und (c) berücksichtigt dass der Keilriemen der LiMa auch nicht scheuern soll (passierte mir bei der 1. Montage).
Der Plastikträger für den Sensor ist auf den PSA-Motoren angeschraubt, lässt sich von dort oft nur schwer lösen (eingerostete Schraube). Die Kontermutter mit großer Beilagscheibe auf der Rückseite war nur mit 'Verlängerung' zu anzuschrauben, da ich mit meinen Fingern nicht kontrolliert an das Durchgangsloch (Langloch zum Radius einstellen) kam. Die 'Verlängerung' ist einfach ein Stück duktile Bremsleitung das ich an die Mutter anheftete und passend zurechtbog.
Dann brachte ich viele Stunden zu bis ich einsah dass die VR-Geber die in vielen PSA-Motoren (OT für Diagnosestecker) eingebaut sind für EDIS ungeeignet waren. Es war einfach nicht möglich dass EDIS zündete (für Limb-Home-Modus braucht man keine ECU). Über den Winter 2005/06 kam ich zu einem kompletten EDIS-Set, inkl. Geber. Glücklicherweise passte der EDIS-VR-Sensor genau in das Loch des Plastikträgers, EDIS zündete sofort.
Das Zahnrad war anfangs nicht exakt ausgerichtet, sondern der Abstand zw VR-Sensor und Zähnen schwankte ('Achter'). Das merkte ich nicht im Betrieb, sondern nur mit mit der Soundkarte als Oszilloskop (Spannungsteiler vorschalten!). Die Peaks der einzelnen Zähne waren unterschiedlich hoch/tief ausgeprägt. Eine Analyse mit einer Messuhr auf einem kühlblechlosen Test-Motor bestätigte die Vermutung (Toleranzfenster bis zu 0,7mm). Die weichen Zähne konnten leicht auf konstanten Abstand gebogen werden, der neue Signalverlauf ist nun sehr gleichmäßig (Toleranzfenster kleiner als 0,15mm).
Den Abstand zw. Zahnrad und Sensor wählte ich so knapp, dass der Sensor sicher nicht schleift (~0,5-1,0mm), radial positionierte ich den Sensor so dass AussenØ vom Zahnrad (KopfkreisØ) genau bündig mit dem SensorØ abschließt. So ist die Sensorachse sicher nicht zu weit draussen (Luft, keine Zähne mehr), bzw zu weit drinnen (volles Metall, auch keine Zähne mehr).
Multipoint-Einspritzunglili: Das fertige, unlackierte 36-1-Zahnrad basierend auf einem Tretblatt eines Kinderfahrrades. Die Lücke befindet sich im Bild unten. limi: Der VR-Sensor (Induktionsgeber) für EDIS ist an der für mich einzig passenden Stelle montiert. remi: Anfangs war der Abstand zw VR-Sensor und Zähnen nicht konstant, Toleranz bis 0,7mm. rere: Nach Korrektur (einfachses Nachbiegen einzelner Zähne) reduzierte sich die Toleranz auf weniger als 0,15mm.Bis EDIS nicht nur im Limb-home-Mode, sondern mit MS richtig lief brauchte es aber noch einiger MS-Platinen-Modifikationen und etlicher Einstellungen in MT. klick(Zum Vergrößern Anklicken)
Das EDIS4-Modul erwartet sich dass die Zahnradlücke genau 90°KWvOT positioniert ist. Das sind 36/4=9 Zähne die 1. Position stellte ich grob durch Abzählen ein. Da EDIS im Limb-Home-Mode genau 10°vOT zündet, und der 2. Visa-Zündimpulsgeber auch 10°vOT montiert ist, habe ich mit einem Spannungsteiler und der Laptop-Soundkarte und einer Oszilloskop-Software die beiden Signale zur Deckung gebracht. Das klappt recht gut wenn man weiß dass die Visa-Blackbox auf steigende(!) Flanke getriggert wird, siehe Bilder. Die Feineinstellung habe ich dann per MT gemacht. Beim ersten Mal verließ ich mich aber nicht auf die Flanken des Visa-Impulsgebers, sondern auf die Flanke des Zündsignals. Die Visa-Zündung feuerte einfach ins Leere (Kerzen mit Starterkabel an Masse geklemmt).
li: Richtig positioniertes, bzw mit MT feinjustiertes Triggerzahn. Das Zündsignal deckt sich exakt mit dem 8. Zahn nach der Lücke, also 10°vOT. Bei dieser Messung mußte mit MT 1,2° (TrimAngle) dazugerechnet werden. Demontiere und montiere ich die Riemenscheibe wieder, wird die Winkelposition etwas anders sein. Bei den folgenden Bildern blieb die Riemenscheibe fix, nur per MT wurden andere TrimAngle eingegben. Zur Verdeutlichung habe ich sowhl die Visa-Blackbox als auch EDIS im Leerlauf (beide 10°vOT) zünden lassen. Ist alles richtig eingestellt, müssen sich die beiden Zündsignale (ZZP) decken. In den Bildern schwarz eingezeichnet ist der Verlauf der EDIS-Spule (auf die getriggert wird), rot ist die Visa-Zündung die fix auf 10°vOT bleibt, da nur im Leerlauf (<1000Upm) gemessen wurde. (Warum das EDIS-Signal auf den anderen Kanal 'durchschlägt' weiß ich noch nicht. Liegt entweder an der Soundkarte oder der gemeinsamen Masse der DIY-Tastköpfe oder... ) Die Zeitachse auf den Bildern stimmt, die Spannungsangaben sind aber Unsinn, da die Teilungsverhältnisse der Tastköpfe zu berücksichtigen wären, sowie (durch LinieIn-Aussteuerung die Anzeige erst kallibriert werden müsste) mi: Eine falsche MT-Einstellung, der TrimAngle von -1° lässt EDIS zu spät zünden. re: Auch ein TrimAngle von 0° ist nicht richtig, EDIS zündet immer noch zu spät.
li: Bei einem TrimAngle von +1° decken sich beide Zündpeaks, ich habe die Zeitachse auch noch mehr gestreckt un bemerkt dass bei einem TrimAngle von 1,2° die Deckung am genauesten war. Seltsamerweise zeigt MT beim Wiederöffnen nur Integerzahlen an. Ob diese 'versteckten' Stellen möglich sind oder nicht, muß ich erst rasudfinden/fragen. mi: Erhöht man TrimAngle auf +2° zündet EDIS zu früh, d.h. die vorige Einstellung (+1°) war besser. re: Nur der Vollständigkeit, ein TrimmAngle von +3° verursacht erwartungsgemäß noch mehr Vorzündung.
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Damit ergibt sich auch der Nachteil der Montage des Zahnrads an der Riemenscheibe: Bei jeder Demontage muß man neu justieren. Mit Markierung an Schwungscheibe und am Lüfter kann man die Position aber sofort auf +/- 1° genau wiederfinden, für eine Reperatur am Straßenrand also genau genug.
Jetzt springt der Motor beim kleinsten Zupfer an, der Leerlauf, bzw Betrieb fühlt sich gleich an, dass das Zündsignal nun genauer kommt, scheint sich in den Datalogs widerzuspiegeln. Es finden sich viel mehr O2 Cross points (bei MSTweak) als zuvor, für mich ein Indiz für genauere, reproduzierbare Vorzündung. Es kann aber auch sein, dass ich vorher bei MSnS kein so gut reproduzierbares Kennfeld einfahren konnte, da ich erst kurz vor dem EDIS-Umbau draufkam dass die Visa-Blackbox auf die ansteigende Flanke triggert, ich aber MS immer vorgab auf die fallende Flanke zu triggern. Dieser Fehler sollte zwar gleichgültig sein, da reproduzierend, messtechnisch richtig war es nicht.
Im Frühjahr 2005 rüstete ich auf MPI um. Es gab mehrere Gründe warum ich das nicht schon von Anfang an tat. Der wichtigste war, dass ich die Umwandlung anfangs so einfach wie möglich halten wollte, bzw war ich mir lange Zeit nicht sicher wie ich die Einspritzdüsen an den einsamen Zylindern fixieren sollte. Eine klassische Lösung mit Verteilerrohr wie sie bei Reihenmotoren naheliegend ist, scheidet bei einem 2-Zylinder-Boxer aus.
Ich fertigte einige Zeichnungen als Entwürfe an, bzw suchte in einem großen Hydraulik- und Pneumatikladen nach brauchbaren Komponenten und hielt über ein Jahr lang die Augen offen was die beste und günstigste Lösung sei.
Letztendlich entschied ich mich für eine den BMW-Boxer-Motorrädern (z.B. R1100GS) abgeschaute Lösung:
Die Einspritzdüse hat an der 'Taille' einen Gummiring früherer Jetronic-Einspritzungen mit Rechteckprofil {Opel 0817500 "Ring", 1,08€} der von einem Seegerring Ø23mm gegen Abrutschen gesichert wird. Ein asymmetrisch angeschraubtes Blechblättchen {BMW R1100GS 13641340958 "Federbügel", 1,02€) hält die Düse in Position.
Der Benzinschlauch wird wie bei älteren D-Jetronic-Modellen (der 70er) direkt angeschlossen und mit einem guten Schlauchbinder fixiert. Das geht recht einfach indem man von einer typischen BOSCH-Einspritzdüse der 80er und 90er (EV1.1, EV 1.3) den oberen O-Ring entfernt und den Plastikstrunk abfeilt, bzw mit Stanleymesser abschneidet.
Ein heikler Bereich ist die Verlegung der Benzin(druck)Leitung. Dabei machte ich mir wenig Sorgen um das Verlegen in meinem Motorraum, denn ich hatte von den div. Schlachtautos genug Schutzschläuche die ich an allen kritischen (also ev. scheuernden) Stellen über den druckfesten Benzinschlauch zog, als vielmehr um das Verlegeprinzip. Folgende Bauteile gilt es geschickt miteinander zu verbinden: 2 Einspritzdüsen, 1 Druckrgeler, Verteiler zu den Düsen und zu Beginn noch die TBI.
Eine Stichleitung direkt zu den Düsen wäre mit einer Verteilung in der Nähe des Starters zwar hübsch zu verlegen, aber dann würden etwa 30cmx8mmØ Benzinsäule nicht durchspült werden. Bei gr. Hitze im Motorraum, könnten sich Dampfblasen in der Leitung bilden, die Heissstarts oder einen beherzetn Betrieb an heissen Sommertagen ev. vereiteln würden. Vielleicht probiere ich das noch aus.
Anfangs versuchte ich diese 'Stichleitungen' so kurz wie möglich zu halten, also einige cm bis zum T-Stück das an die stets durchflossene Ringleitung darstellt.
Der Benzinfluss schaut also folgendermaßen aus: Nach der Benzinpumpe in der Nähe des Tanks durch einen Ø8mm-Benzinschlauch entlang des Rahmens in den Motorraum (wie auch schon bei TBI). Von dort an der 1. (rechten) Einspritzdüse mit T-STück {BMW R100 T-Stück: 01/13111254083 "Verteiler" 2,04€} vorbei zur 2. (linken) Einspritzdüse. Dieses T-Stück führt dann zum 'fliegend' eingebauten 2,5bar-Druckregler vom Vectra. Andere Druckregler haben oft Gewindeanschlüsse, die sind bei einem Umbauprojekt nicht so flexibel verwendbar. Anfangs war der TBI -Aufsatz vom Suzuki noch montiert, sicherheitshalber schloss ich ihn auch an (Den Stecker zur Einspritzdüse nahm ich natürlich ab). Die 'drucklose' Leitung nach dem Vectra-Druckregler mündete also in die Swift-TBI und erst der dortige Druckregler (~1,8bar) lässt den Benzindruck auf etwa Umgebungsdruck abfallen. Die Rücklaufleitung blieb unverändert.
Doch nun wieder zurück zur Fixierung der Einspritzdüsen:
Der Ansauglkanal macht im Bereich des Einlassventils eine recht starke Krümmung um mehr als 90°. Es ist also notwendig das Einspritzventil so weit wie möglich an das Einlassventil heranzubringen. Eine Möglichkeit wäre eine Halterung im Zylinderkopf anzubringen. Alu bearbeiten (Hülse einschweissen) ist mir nicht möglich, außerdem ist der Kopf doch sehr heiss.
Also hieß es gleich nach dem Ansaugflansch die Düse, bzw das Röhrchen zu setzen.
Ich fand ein verchromtes Rohr eines Haartrockners mit Ständer (noch aus meiner Kindheit :) ) das exakt 14mm Innendurchmesser hat.
Eine besondere Herausforderung war mein Bestreben das Einlassventil möglichst exakt anzupeilen! Das war die heiklichste Arbeit bei der MPI-Aufrüstung.
Ich nahm 2 ausrangierte Dyane-Zylinderköpfe, baute die EVe aus, schraubte den Ansaugkrümmer darauf und stocherte mit einem ~5mm dicken geraden Baueisenstab vom gedachten EV-Teller Richtung Ansaugflansch. Durch die Krümmung des Ansaugkanals hatte ich so gar nicht so viele Möglichkeiten den 'optimalen' Punkt zu finden. Ein Tupfer Nagellack am Baueisen markierte mir die Innenseite des Ansaugkrümmers. Übertragen auf die Aussenseite und schon konnte ich losbohren. Die dünne Blechwand stellt kein besonderes Hindernis dar und so konnte ich den Krümmer sauber und exakt bearbeiten. Ich vergrößerte die Bohrer solange bis ich mit einem dünnen Rundeisen (Feile) die Verbindung Ventilteller - Loch herstellen konnte. Behutsam erweiterte ich die Bohrung bis ich ein 13,5mm-Rundeisen durchstecken und exakt auf das EV ausrichten konnte. Ein Schweisspunkt fixierte mir dieses Lehre an der Ventilschaftführung. Dann schob ich ein Stück des verchromten Rohres über das Rundeisen und bearbeitete die Kante so dass eine gute Passform erzeilt wurde. Anheften, Dichtschweissen, Ablängen, Naht bearbeiten, Fase einschleifen - fertig! Naja ein halber Tag Arbeit wird's schon gewesen sein, wobei ich die meiste Zeit mit dem behutsamen Bearbeiten des Lochs im Krümmer verbrachte - habe ja nur einen Ersatz.
Die Steher für die BMW-Andrückplatte sind ein kleiner Teil eines Øa=8mm-Hydraulikrohr in das ich ein M6-Gewinde geschnitten habe, eigentlich war's ein Freund der diese Röhrchen sonst im Möbelbau verwendet. Das Anschweissen dieser Röhrchen war auch sehr anspruchsvoll, denn die Position der Plättchen entscheidet nun entgültig wohin die Einspritzdüsen zielen.
Dazu misshandelte ich eine für mich unbrauchbare Einspritzdüse, denn der angschlossene Schlauch wurde an die Wasserleitung angeschlossen. Bei vollem Wasserduck zerstäubt das Wasser so fein, dass eine Spritzrichtung nicht erkennbar ist, lässt man den Druck im Zuleitungsschlauch aber abfallen kann man einen sehr feinen Ø1mm dicken geradlinigen Strahl erzeugen. Der half den gedachten Ventilteller exakt anzupeilen. Der Rest war lästige iterative Anpassarbeit der Röhrchen, da wieder knifflige 'Zylinder'schnitte zu finden waren. Ein Freund half mir beim Anpassen, denn zw Messspritzer und Schweisspunkt durfte nicht viel Zeit vergehen, sonst verwackelt wieder alles Eine Seite ging auf Anhieb, bei der 2. musste ich aber 2x korrigieren. Nachdem diese Röhrchen angschweisst, die Richtung nochmals getestet wurde, und die Schweissnaht zurechtgeschliffen war, punktete ich noch kleine 'Dreibeine' an den Ansaugkrümmer. Sie sollen den Benzinschaluch führen, bzw die Schwingungen im Bereich der T-Stücke minimieren. li: Entwurf der Einsprotzdüsenbefestigung die schlussendlich auch realisiert wurde. mi: Bearbeiten des Ansaugkrümmers: Ausrichten mit einem Stück Rohr und einer durchgesteckten Rundfeile. Die roten Punkte zeigen die Aus'richtung'. re: Die Teile die eingekauft wurden: T-Tücke, Seegerringe, Gummiringe und die Federbügel. Die beiden Krümmer mit angeschweissten Rohrstückchen, aber noch ohne Ø8mm-Steher zum Festschrauben der Bügel.
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Der Zusammenbau verlief problemlos. Die T-Stücke sind eigentlich für BMW-Vergasermotorräder und nicht für einen Druck von über 2,5bar ausgelegt. Ein Test mit Pressluft bei ~6bar war für mich die Abdrückprobe. Irgendwann will ich sie aber durch spezififizierte Stahl-T-Stücke ersetzen.
Über das Øi14mm-Rohrstück im Ansaugkrümmer und über den unteren Teil der Einspritzdüse schob ich ein knapp sitzendes Stück Schlauch (von einem alten geklebten Rennradreifen) - so bin ich sicher dass sicher keine Falschluft eingesaugt wird.
Nockenwellen-Sensorlili: Test mit dünnem Wasserstrahl. Der Strahl ist auf dem Bild nur schwach zu erkennen. Die Einspritzdüse spritzt exakt auf den gedachten Ventilteller.
limi: Fertig geschweisste und eingebaute linke Einspritzdüse.
lire: Fertig geschweisste und eingebaute rechte Das T-Stück sitzt sehr knapp an der Einspritzdüse. Der geschützte Benzinschlauch wird mit (noch fehlendem) Kabelbinder an dem 'Dreibein' fixiert. Damit sollen Schwingungen möglichst unterbunden werden.
rere: 3 Arbeitsschritte um eine Einspritzdüse direkt an einem Benzinschlauch zu befestigen, ich habe ja kein Verteilerrohr: 1) O-Ring herunternehmen, mit Klebeband o.ä. Düse oben gegen Späne abdichten. Mit einer Feile rundum bis hinunter zum elektr Anschluss möglichst viel Plastik abfeilen, ohne aber das darunterliegende Metall zu erwischen. 2) Mit kleiner Metall-Handsäge, Cutter o.ä. ganz knapp über dem elektr Anschluss rundumm das Plastik bis zum Metallkern sauber einschneiden. Das übrig gebliebene nun lockere Plastik kann nun einfach weggeschnitzt werden. 3) Es ist nicht nötig/sinnvoll die Metallwülste auf der Düse abzufeilen. Der Benzinschlauch kann leicht drübergestülpt werden - und ist besser gegen Abrutschen gesichert. Der Schlauchbinder soll von guter Qualität sein, am Besten solche die bei den älteren EFI-Modellen verwendet wurden, also eher keine Baumarktware. Das Foto stammt nicht von mir, sondern habe ich von einem Opel-Forum gespeichert.
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Noch eine Bemerkung zu den Einspritzdüsen. Für so schwache Motoren gibt es naturgemäß nur wenig passende Einspritzdüsen am Schrottplatz, da die kleineren Motoren früher alle billige Monopoint-Einspritzungen hatten. Rühmliche Ausnahme ist z.B. der Daihatsu 1l Motor (10GA) der schon Ende der 80er im 54PS-Standard-Modell MPI hatte! Im Laufe der Zeit sammelte ich diverse Einspritzdüsen, die meisten davon waren von 2,0l-Motoren und sicher zu groß. Ich nahm meine kleinsten von BOSCH: 0 280 150 703, aus einem Alfa 33 1.7ie (~79kW/~105PS), ansonsten auch zu finden in Alfa 145, 155; Citroen AX GTI... Bei einem Prüfdruck von 3bar liefert dieses EV der Generation 'Typ 1.3' nominell 170ccm/min, der Widerstand beträgt 15,9Ohm, ich brauche also keinen Vorwiderstand oder die PWM-Funktion. Die Durchflussrate ist optimal! Im Leerlauf brauche ich bei einer Einspritzung pro Umdrehung 3 bis 4ms, damit ist eine Auflösung von weniger als 3% möglich, da ja MS den Einspritzimpuls nur jeweils in 0,1ms-Schritten ändern kann (bei Swift-TBI waren es im Leerlauf nur ~2ms) bei Vollast und Höchstdrehzahl komme ich bei stöchiometrischer Verbrennung nicht über 65%-Einschaltdauer, reichere ich dann mal um 10-15% an, habe ich immer noch genug Spielraum um unter den empfohlenen 80-85% zu bleiben, selbst wenn ich noch irgendwo Leistungsreserven finden sollte (anderes Ansaugsystem).
Für sequentielle Einspritzung scheint es unumgänglich zu sein auch die Position der NW zu kennen. Beim 2CV-Motor kann man den Zündnocken fixieren (keine Fliehkraftverstellung) und 'irgendwas' drauftricksen das zumindest ein Signal pro NW-Umdrehung abgibt.
Der Visa-Motor hat wegen der vollelektronischen Zündanlage keinen Ausgang an der NW, zum Glück ist (nutzlos) der Durchgang aufgebohrt, ein Blechdeckel draufgeschraubt und hat die NW ein ~12,5mm große und ~15mm tiefe Bohrung. Da kann man zumindest kraftschlüssig einen Achsstummel einpressen/-kleben. Die Drehung ist gegen den Uhrzeigersinn (also gegenläufig zur KW).
Die bei mir angesammelten BOSCH-Verteiler der kleineren PSA-Motoren der 80er- und 90er-Jahre passen ganz gut drauf (WellenØ, Achsabstand der Schraublöcher, Länge) und in die Öffnung im Motorblock. Einige Modifikationen mit 'Bohrmaschinen-Flex-Drehbank', Flex, Bohrer, Feile und Gewindeschneider reichen um den Verteiler so anzupassen, dass er (a) in das 'Zündgehäuse' passt, (b) nicht mehr verstellbar (Unterdruck, Fliehkraft) ist und (c) ein (oder 4-1) Signal(e) pro NW-Umdrehung abgibt.
Da ich auch ein 36-1-Triggerrad einbaute kamen sich Verteilergehäuse und Zahnrad zu nahe, so nahe dass das vordere Verteilerlager bedrohlich tief abgeflext werden muß, hält nun aber schon seit einigen 1000km.
li: 2 Variationen des Verteilers, rechts original und unbearbeitet, links so 'abgedreht, dass er dichtet (etwas Motordichtmasse dazugeschummelt) möglichst wenig nach vor steht (Triggerzahnrad ist im Weg), dabei möglichst tief in die NW-Bohrung ragt und dass das Lager möglichst zentrisch in das Motorgehäuse (NW-Ausgang) passt. mi: Der noch verschlossene Durchgang zur Visa-NW. Links (in Fahrtrichtung) konnte ich ohne Bohren ein M7-Gewinde schneiden, rechts eigentlich auch, wenn mir der Gewindeschneider nicht abgerissen wäre. re: Die beiden Innensechskantschrauben M5 (max 23mm Einschraubtiefe im Guss), Achsabstand 48mm haben gerade noch im Verteiler Platz und nützen nun das Gewinde der 2 Deckelschrauben (vgl Bild Mitte).
li: Am Innenteil wird später der Geber sitzen, die Grundplatte im Verteiler ist nun so eingeschnitten dass 6 Positionen zum Einstecken/-rasten möglich sind. Damit hoffe ich dass der NW-Sensor genau genug eingerichtet werden kann. Eine Feineinstellung ist über den ehemaligen Unterdruckverstellmechanismus geplant. Leider ist um das 'Zündehäuse' so wenig Platz, dass die ursprünglich gedachte Lösung nicht gleich möglich war. mi: Testweise ist das vordere Lager aufgesteckt. Der große Ausschnitt wurde notwendig, da sonst das 36-1-Triggerzahnrad nicht vorbeikommt. Nun stützt nur eine lange Schraube mit Kontermutter die Vorderkante des Verteilers. re: Die VR-Spule und der verbliebene 'Eisen'geber sind eingesetzt und nahe iherer Signalposition. Aus dem Verteiler mit 4 'Zähnen' wurde ein einzähniges Zahnrad. Bei Bedarf kann ich durch Einsatz eines anderen Gebers ein 4-1-Zahnrad daraus machen (wenn nur 3 Geber am Umfang übrig bleiben).
li: Der fertig eingebaute und zusammengebaute ex-Verteiler. Die umgebende Gummimatte wurde entsprechend knapp um das Verteilergehäuse ausgeschnitten. Das VR-Signal wird von einem 2 poligen, geschirmten Kabel zur Konditionier-Schaltung geführt. Die Oberseite habe ich notdürftig mit etwas steifem Papier und 2Komponentenkleber verschlossen, nicht sehr elegant, aber vorerst hält das. mi: Oszilloskop-Aufnahme des VR-Sensors - kommt erst. re: Oszilloskop-Aufnahme desRechtecksignals (=Ausgang der Konditinier-Schaltung) - kommt erst.
(Zum Vergrößern Anklicken)
Das VR-Signal muß noch etwas angepasst werden (kl. Schaltung), dass ein eindeutiges Rechtecksignal rauskommt.
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