Diese 'letzte' Seite soll der geeignete Platz sein wo all das zu finden ist, das nicht in eines der anderen Kapitel passt. Für mich sind das Durchflussmessungen von Benzinpumpen und Einspritzdüsen. Hier passen auch sehr gut Motormodifikationen herein die nicht in absolut direktem Zusammenhang mit MegaSquirt stehen.
Zum Abschluss kommt dann noch eine Linkliste dazu mit Links die mir für diesen Umbau nüzlich waren/sind.


Anmerkungen zum Notebook:

Im MegaManual steht dass man für MS lediglich ein Notebook braucht das mit Windows95 betrieben werden kann, bzw eine serielle Schnittstelle hat. Immer wieder kommt die Frage nach weiteren 'Mindestvoraussetzungen' auf.

Ich habe von einem edlen 2CV-Spender (danke Andi "Viperduck") ein Toshiba Tecra 720CDT (2. Hälfte der 1990er Jahre) bekommen. Dies wurde seinerzeit mit Windows 95 ausgeliefert, ich verwende Windows98SE. Der Pentium P1 133MHz mit 16MB Arbeitsspeicher haben viel zu tun und zu schlichten, denn 16MB sind etwas wenig. Die Festplatte ist mit 2GB ausreichend bemessen, als Anhalt:

» 1/2 Stunde MS-Datenprotokollieren braucht ~1MB Platz auf der Festplatte (es ginge auch sparsamer). Diese Excel-Datalog-Files (im Text-Format) kann man aber noch gewaltig zippen (95% Kompressionsrate!)
» MT 2.25 selber braucht ~1,5MB Festplattenspeicher.

Ich kann mit meinem Notebook ausreichend gut arbeiten, habe mich auch an den Mausersatz (Knubbel inmitten der Tastatur) gewöhnt, möchte hier noch einige Tipps geben die man vorher bedenken sollte:
» Wenn man an (Streetdyno-)Messungen denkt, wäre eine Soundkarte mit Line-In auch notwendig.

» Bei Tageslicht sind die Bildschirme alter Notebooks nur schlecht zu lesen, dessen sollte man sich bewußt sein oder für etwas Schatten im Auto sorgen.
» Im ersten MS-Jahr habe ich die Messdaten immer über die "PC-Direktverbindung" (max 2,50€ für gekreuztes(!) Kabel) zum PC übertragen, das geht recht langsam, ist aber immer noch komfortabler als mit 3,5''-Diskette arbeiten zu müssen. Seit einiger Zeit habe ich zufällig eine Netzwerkkarte für den PCMIA-Schacht bekommen - da macht Datenübertragen richtig Spaß! :)

» Ich glaube wichtiger als alle Performance-Angaben eines Notebooks ist die Stromversorgung unterwegs!
Bei alten Notebooks sind die Akkus oft schon sehr schlecht, d.h. nach kurzer Zeit leer oder überhaupt kaputt, ein teurer Ersatzakku zahlt sich meist nicht aus --> eine andere zuverlässige Spannungsquelle ist notwendig. Netzadapter 12VAC-->220VDC kosten 30 bis70€, bzw kann es sein dass das Notebook bzw dessen Netzteil mit der 'modifizierten' (=trapezförmigen) Sinusschwingung billiger Wandler nicht klarkommt.
Ich habe seit kurzem einen an und für sich hochwertigen aber eher brustschwachen Sinuswandler (IVT HS200 =200W Dauerbetrieb), allerdings mit mimosenhafter Spannungsunterschreitungsabschaltung. Die ist so 'dumm' eingestellt dass bei Motorstillstand schon nach kurzer Zeit nichts mehr geht (beim Starten sowieso!), bzw mit Licht im Leerlauf die Versorgung auch ausfallen kann.
Bevor ich den Sinuswandler hatte, habe ich das Notebook immer mit dem
15VDC-Anschluss des Notebooks an das 12VDC-Autonetz (mit einem parallelgeschalteten Elko zwecks Entstörung) gehängt. Das funktioniert während der Fahrt super, sogar wenn ich den Motor abstelle, nur beim Starten wird wegen zu geringer Spannung oft getrennt --> bei leerem Akku kann ein Startvorgang also nicht weiter protokolliert werden, erst wenn die LiMa wieder ordentlich Spannung liefert - das dauert aber ev. einige Minuten!
Bevor ich den Sinuswandler ersteigerte, habe ich schon div. Schaltungen studiert die Gleichspannungen anheben können - wäre aber auch auf ~15-20€ Bauteilkosten gekommen.

Es
gibt auch Laptops mit integriertem Netzteil, bzw 2 unterschiedlichen Gleichspannungseingängen, das macht die Versorgung unterwegs sicher umständlicher.

Ein Super-Notebook wäre eines das mit 10-12VDC Eingang auskommt (falls es sowas je gab). Da könnte man einen (oder mehrere billige parallel?) Festspannungsregler davorhängen und so das System gegen Überspannung schützen, bzw hat dann kaum Ärgernisse wegen zu geringer Bordspannung.

Diese hohen Anforderungen an die Stromversorgung sind vielleicht nur für mich als Tüftler wichtig. Wer MS lediglich mit einigen Messfahrten abstimmen möchte und sich dann nicht mehr weiterspielen will, wird auch mit weniger "Versogungssicherheit" auskommen.


Durchflussmessungen:
Für das Grundsetup von MS sind einige Daten notwendig, u.a. auch der Durchfluss der Einspritzdüse (bei Betriebsdruck).
Leider habe ich weder Daten zur Pumpe noch zur Einspritzdüse auftreiben können. Da ich glaube dass der 3Zyl-Suzuki Swift für 2CV-Umbauten eine gut passende (und leicht verfügbare) Ressource darstellt, möchte ich meine Messdaten hier veröffentlichen.
Gemessen wurde immer bei etwa 12°C mit Heizöl extraleicht (max. Dichte lt. Norm 0.855g/ccm) was in etwa Dieselöl entspricht. Um die Messwerte auf Benzin umrechnen zu können muß ich mich erst ein wenig in Ähnlichkeitsmechanik vertiefen bzw Viskositäts-Daten (denke da an das 'ny' im Nenner der Reynolds-Zahl 'Re') für Heizöl und Benzin finden.



Messaufbau:
Da ich keine Garage zum Basteln habe sondern den EFI-Umbau am Parkplatz vor unserem Hochhauses machen mußte, wollte ich die Zeit der ev. Fehlersuche am Fahrzeug und das Anquatschpotential kommunikativer MitbewohnerInnen ("No, geht a net?", "Ah, miass ma wida wos rparian?", "Imma wos zan tuan bei an oidn Auto.", "Wüll ea net?"...) möglichst gering halten. Also bastelte ich mir einen Durchflussmessstand zusammen.
Der Tank ist ein 5l Blechkanister der zufällig seitlich einen 10mm-Ausgang hat. Darauf passte der Benzinschlauch der Saugleitung der Opel- und Renault-Benzinpumpe. Danach der originale Druckbegrenzer(?) und der Benzinfilter. Um ev. Druckschwankungen auszugleichen ließ ich all meine 5m Benzinschlauch durchfließen, schaltete dann noch den Schwingungsdämpfer vom Opel vor den Drosselklappenkörper. Für die Ausgangsseite aus dem TB hatte ich ein Stück vom Daihatsu Coure das perfekt auf das Anschlusstück des Absperrventils eines Ölofens passt. Danach führt ein Reststück der Kupfer-Ölleitung zurück in den Kanister.
Den Drosselklappenkörper schraubte ich auf den Deckel eines großen Gurkenglases.
Gemessen wurde die Masse mit einer Haushaltswaage.


Einspritzdüse:
Aus: Suzuki Swift GL
Motor: G10A, 993ccm, ~54PS
Impedanz der Düse: 2,0Ohm
Bei meinem(!) Betriebsdruck von ~2,15bar komme ich auf einen gemessenen Durchfluss von 327,5ccm/min Heizöl.

Aus Zeitmangel habe ich nicht auch die Einspritzdüsen aus Opel Vectra und Renault21 mitgemessen. Da ich von beiden die Durschflussmengen im Internet fand, hätte ich so leicht auf die Suzuki-Düse und Benzin-Durchfluss umrechnen können. Später kam ich drauf dass die im www gefundenen Werte z.Zeil falsch sind.


Pumpen:
Diese Inline-Pumpe plus Zubehör habe ich eingebaut.
Aus: Renault21 2.0l
BOSCH 0 580 464 023; 12V '937' 750 20 Made in France
Druckbegrenzer(?):
BOSCH 0 280 161 030
Benzin-Filter:
Renault 77 00 741 993 (EP 90C)

Diese Intank-Pumpe hätte ich gerne eingebaut:
Aus Suzuki Swift GL
Wahrscheinlich von Nippon Denso, kann mich an keinen Aufdruck erinnern, jedenfalls war keine Artikelnummer zu finden.
Gerüchteweise soll diese Pumpe auch im MPI Swift GTI ihren Dienst verrichten. Bei meinen Messungen war bei 2,18bar die Fördermenge null!
Da ich meinen Motor auf jeden Fall auf MPI umrüsten möchte, ist diese Pumpe zu schwach!

Die genauen Messdaten kommen noch (muß erst meinen 2. Zettel mit den Messprotokollen finden)!



Links:
Die meisten auch für andere hilfreichen MS-bezogenen Links habe ich schon hier zusammengefasst:
http://megasquirt-de.serviceline.ch/linkde.htm


Die wichtigste Nicht-MegaSquirt-Seite ist das tolle Speielzeug von Jeroen Cats. Mit diesem Rechner kannst du jede erdenkliche Kombination aus Citroën A-Modell, Motor, Reifen, Getriebe zusammenstellen und die Auswirkungen rechnerisch testen!
http://www.cats-citroen.net/citroen_atypes/tuning_calculations.html

Nicht minder wichtig sind einige Grundlagen und wirklich hilfreiche Seiten zu diversen Umbauten/Modifikationen:
http://www.cats-citroen.net/citroen_atypes/tuning.html

Wer sich für Blecharbeiten und Fetzendach am Ami interessiert:
http://mitglied.lycos.de/giganten/seiten/mitglieder.htm#Horstl



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